Häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der Nacht der Solidarität (FAQ)

Die Registrierung ist nun abgeschlossen. Hier erhalten Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der Nacht der Solidarität (FAQ).

Sinn und Zweck der Zählung / Datenschutz

Bisher existieren nur grobe Schätzungen über die Anzahl der Menschen, die in Berlin auf der Straße leben. Diese Zahl reicht von ca. 2.000 bis zu 10.000 oder gar 20.000. Auf Grundlage der Ergebnisse aus dieser Nacht wird Berlin seine Hilfs- und Beratungsangebote für diese Menschen anpassen.

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Die kurze Befragung während der Zählung findet freiwillig und anonym statt. Die erhobenen Daten werden nach dem 30. Januar zunächst zentral von der Senatsverwaltung eingesammelt und anschließend aufbereitet und ausgewertet. Grundsätzlich sind im Forschungs-Design räumliche Informationen von personenbezogenen Daten entkoppelt, Rückschlüsse auf Personen und Standort sind daher nicht möglich.

Es geht um das Ausmaß der Straßen-Obdachlosigkeit und nicht um die einzelne Person.

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Nein. Die Zählung am 29./30. Januar 2020 ist die erste in Berlin und soll regelmäßig – am besten jährlich – wiederholt werden. Damit lassen sich dann viel besser Tendenzen erkennen.

Aus wissenschaftlicher Sicht wäre zudem eine weitere Zählung zu einem Zeitpunkt im Sommerhalbjahr wünschenswert.

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Die obdachlosen Menschen werden, wenn möglich, zu folgenden Themen befragt:

  • Geschlecht
  • Alter (nach Altersgruppen)
  • Herkunft (deutsch, EU-Ausland, außerhalb EU)
  • Dauer der Wohnungslosigkeit
  • Haushaltsstatus (alleinlebend, in Partnerschaft, mit oder ohne Kinder)
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Der Einsatz der Freiwilligen

Über die Webseite www.berlin.de/nacht-der-solidaritaet war das möglich.

Aktualisierung am 10.12.2019:
Das Anmeldeverfahren ist seit dem 10.12.2019 abgeschlossen. 3.727 Freiwillige haben sich in den vergangenen Wochen angemeldet. Mit den 3.727 Freiwilligen, die sich zur Zählung angemeldet haben, können jetzt etwa 600 Zählteams gebildet werden.

Auch wenn das Anmeldeverfahren jetzt beendet ist – wer sich weiterhin für obdachlose Menschen engagieren möchte, kann sich in sozialen Hilfeeinrichtungen melden, bei den Wohlfahrtsverbänden und bei der

Und auch bei der nächsten Zählung der Obdachlosen werden wieder tausende Freiwillige gebraucht.

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Die Teamleitungen werden im Vorfeld gesondert auf ihre Aufgabe in der Nacht vorbereitet.

Die Freiwilligen bekommen am Abend der Zählung, also am 29. Januar, eine kurze Einweisung und ein Verhaltenskodex ausgehändigt, den sie auch unterschreiben müssen. Dieser enthält wichtige Aussagen, wie z.B.:
  • Wir respektieren die Privatsphäre der obdachlosen Menschen!
  • Es werden keine Fotos gemacht!
  • Niemand wird in der Nacht geweckt!
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Die Teamleitungen bekommen ca. zwei Wochen vor dem Vorhaben ihren jeweiligen Zählbereich mitgeteilt.

Die Freiwilligen haben sich bereits bei der Registrierung für einen Bezirk entschieden, in dem sie gern tätig werden wollen. Haben sich schon ausreichend Freiwillige für diesen Bezirk gemeldet (der Bezirk ist dann in der Liste durchgestrichen), hatte man die Möglichkeit, auf einen anderen Bezirk auszuweichen.

Rechtzeitig vor der Zählung (Mitte Januar 2020) werden die Freiwilligen per Mail darüber informiert, in welchem konkreten Zählbüro ihres Wunschbezirkes sie tätig werden sollen.

Am Abend der Zählung finden sich dann alle Freiwilligen um 19 Uhr in den jeweiligen Zählbüros ein und verteilen sich selbständig auf die verschiedenen Teams, so dass gemischtgeschlechtliche Teams mit mindestens drei Mitgliedern entstehen.

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Wenn die Freiwilligen bei der Registrierung unter Bemerkungen angeben, dass sie mit Person XY zusammen zählen wollen, dann werden diese Personen dem gleichen Zählbüro zugeteilt. Eine Zuordnung zum gleichen Team kann dagegen nicht garantiert werden. Das Vorhaben bietet aber auch eine gute Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen.

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Die Freiwilligen werden während der Nacht in einer Gruppe von mindestens drei Personen inklusive einer Teamleitung unterwegs sein. Die Teamleitungen achten darauf, dass sich kein Teammitglied entfernt, sondern sich das Team stets als Gruppe bewegt. Die Mitglieder sind füreinander da und niemand wird auf sich allein gestellt sein.

Der eigene Schutz hat oberste Priorität bei der Zählung und wird zu keinem Zeitpunkt vernachlässigt. Fühlt sich ein Teammitglied unsicher, ist das Team als Ganzes aufgefordert, eine Lösung finden.

Orte, die als besonders gefährlich eingeschätzt werden, sind von der Zählung ausgenommen. Diese Bereiche werden auf den jeweiligen Karten im Vorfeld kenntlich gemacht und werden von den Teams nicht betreten.

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Die Orte, an denen große Gruppen von obdachlosen Menschen zu erwarten sind, werden von speziellen Teams aus erfahrenen Streetworkerinnen und Streetworkern begangen.

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Freiwillige müssen mindestens 18 Jahre alt sein und 3 Stunden zu Fuß unterwegs sein können. Zudem müssen die Freiwilligen entweder deutsch oder englisch sprechen und lesen können, damit sie die Freiwilligenvereinbarung inkl. Verhaltenskodex verstehen und die Anweisungen der Teamleitung befolgen können.

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Siehe „Welche Voraussetzungen müssen Freiwillige erfüllen?“

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Nein, für den Einsatz in der Nacht erhalten die Freiwilligen keine Aufwandsentschädigung.

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Ja, alle Freiwilligen erhalten nach der Nacht der Solidarität eine Teilnahmebescheinigung.

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Die obdachlosen Menschen

Ungefähr vier Wochen vor der Zählung werden in allen niedrigschwelligen Einrichtungen, in denen sich obdachlose Menschen in Berlin aufhalten, Informationsaushänge und Flyer bereitstehen, um über die Zählung zu informieren. Zudem werden die Gäste durch das dort tätige Personal über die Zählung informiert.

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Die Vorab-Information erfolgt in den Sprachen: Deutsch, Russisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch, Französisch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Farsi, Spanisch.

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Pro Bezirk werden mindestens zwei Zählbüros eingerichtet. Die Zählbüros sollen relativ gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sein, damit die Freiwilligen diese gut erreichen können. Die Zählbüros werden häufig in Stadtteilzentren eingerichtet.

Die konkrete räumliche Planung der Zählbüros wird erst nach den Gesprächen mit relevanten Akteurinnen und Akteuren sowie in Abstimmung der registrierten Freiwilligen final abgeschlossen werden können.

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In den einzelnen Zählbüros treffen sich am Abend der Zählung die Freiwilligen. Nach der Registrierung unterschreiben sie eine Freiwilligenvereinbarung, erhalten alle notwendigen Unterlagen, werden über das Vorhaben sowie die Zählung detaillierter informiert und bilden Zählteams. Im Zählbüro können sämtliche noch offene Fragen geklärt werden.

Alle Zählteams starten in einem Zählbüro. Während der Zählung dienen die Zählbüros als erste Anlaufstelle und Telefonzentrale für die jeweiligen Teams und unterstützen diese bei auftretenden Fragen und Unklarheiten.

Nach der Zählung besteht für Freiwilligen die Möglichkeit, sich noch einmal im Zählbüro einzufinden, um sich untereinander auszutauschen.

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Am Zähltag treffen sich um 19.00 Uhr alle Freiwilligen in ihrem jeweiligen Zählbüro. Diese wurden ihnen Mitte Januar per E-Mail mitgeteilt.

Nach der Registrierung, Übergabe wichtiger Unterlagen werden alle Freiwilligen über das Vorhaben informiert. Danach bilden sich Zählteams, bestehend aus mindestens drei Menschen – inkl. einer Teamleitung – und tauschen sich über die ihnen zugeteilte Zählstrecke sowie letzten Unklarheiten aus. Abhängig von den Anfahrtswegen zu den Zählstrecken verlassen die Teams kurz vor 22.00 Uhr das Zählbüro. In der Zeit von ca. 22.00 Uhr bis 01.00 Uhr werden obdachlose Menschen gezählt und wenn möglich befragt. Danach kehren die Teamleitungen (verpflichtend) sowie auf eigenen Wunsch die Freiwilligen (freiwillig) in ihr Zählbüro zurück.

Für das gesamte Vorhaben, einschließlich Einführungsveranstaltung und Zählung der obdachlosen Menschen, sind die Freiwilligen in der Zeit von 19.00 Uhr bis ca. 01.00 Uhr eingebunden.

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Ja. In den Zählbüros werden Getränke und Snacks für die Freiwilligen bereitgestellt. Sowohl vor als auch nach der Zählung können die Freiwilligen sich in den Zählbüros stärken.

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Die Polizei ist über das Vorhaben informiert. Einzelne Polizeiabschnitte werden ihre Präsenz im öffentlichen Raum in der Nacht erhöhen. An dem Vorhaben (Zählung) selbst sind Polizistinnen und Polizisten nicht beteiligt.

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Die Freiwilligen erhalten im Zählbüro mehrsprachige (Informations-)Materialien sowohl für das Vorhaben als auch für die Zielgruppe. Mitglieder der Zählteams – diese setzen sich aus mindestens drei Freiwilligen zusammen – werden ferner ihre Sprachkenntnisse nutzen können.

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Es soll eine ganz normale Nacht abgebildet werden.

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Nein. Sollten obdachlose Menschen schlafen und/ oder kein Interesse an dem Vorhaben signalisieren, werden sie nicht von Freiwilligen angesprochen. Die Teilnahme an dem Vorhaben ist seitens der obdachlosen Menschen ebenfalls freiwillig.

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Jedem Zählteam wird eine im Vorfeld festgelegte Strecke bzw. Raum zugewiesen. Die Zählteams zählen so ausschließlich in den ihnen zugewiesenen Räumen bzw. Straßen. Keine Straße und kein Raum wird zwei- oder mehrmals von einem Zählteam begangen.

Da die Zielgruppe mobil ist und sich in dem Zeitraum der Zählung in der Stadt fortbewegen kann, sind Doppelzählungen allerdings nicht 100prozentig auszuschließen.

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In der Nacht der Solidarität werden obdachlose Menschen im öffentlichen Raum gezählt und nach Möglichkeit befragt. Menschen, die sich auf privaten Geländen bzw. im nicht öffentlichen Raum aufhalten, werden lediglich gezählt. Eine Befragung erfolgt nicht.

Die Sicherheit der Freiwilligen hat höchste Priorität.

Private Grundstücke sollen daher nicht von Freiwilligen aufgesucht werden.

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Menschen, die sich in der Nacht der Solidarität in einer Einrichtung aufhalten, werden gesondert berücksichtigt. In der Nacht der Solidarität werden ausschließlich obdachlose Menschen gezählt, die sich zu dem Zeitpunkt der Befragung im öffentlichen Raum aufhalten.

Nach dem Vorhaben besteht die Möglichkeit, einzelne Ergebnisse zu einer Summe zu addieren.

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Die Berliner Hochschulen sind über das Vorhaben informiert und rekrutieren Freiwillige für die Nacht der Solidarität.

Einzelne Hochschulen sind aktiv in die Planung, Organisation und Umsetzung des Vorhabens eingebunden. Insbesondere Teilnehmende des Projekts zur Gesamtstädtischen Unterbringung und daraus hervorgegangenen Arbeitsgruppen, die seit 2018 zu einzelnen Fragestellungen Lösungsansätze erarbeiten.

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Das Vorhaben wird durch einen interdisziplinär besetzten Expertenbeirat sowie einschlägige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eng begleitet.

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Eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen werden zu Themen und Fragestellungen der Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit im gesamten Land Berlin von sozialen Trägern und Institutionen durchgeführt. Vor und nach der Nacht der Solidarität können sich so Berlinerinnen und Berliner über das Thema informieren. Bei Interesse besteht für die Freiwilligen und weiteren Aktiven die Möglichkeit, sich auch nach Abschluss des Vorhabens weitere Informationen per E-Mail zusenden zu lassen. Möglichkeiten des freiwilligen Engagements in dem Themenfeld Obdachlosigkeit sollen aufgezeigt und beworben werden.

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Ja. Die Zählteams erhalten für die Zielgruppe wichtige Adressen und Kontaktdaten. Diese Materialien können an interessierte obdachlose Menschen weitergegeben werden. Eine individuelle Beratung kann in der Nacht nicht erfolgen.

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Ja. Die Freiwilligen sind zu einem Feedback aufgefordert. Die Ergebnisse werden bei einer weiteren Nacht der Solidarität berücksichtigt.

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Die Freiwilligen können sich weiterhin per E-Mail über relevante und interessante Entwicklungen und Veranstaltungen in dem Themenbereich informieren lassen.
Träger und Wohlfahrtsvereine stellen ihre Engagementmöglichkeiten nach dem Vorhaben vor – z.B. im Rahmen einer Dankeschönfeier für die Freiwilligen oder der berlinweiten Woche des Ehrenamtes.

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