Grundstufe

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Bild: Ouwerkerk

Kurse der musikalischen Früherziehung starten verzögert – Musikschule hilft dem Gesundheitsamt

Die Corona-Pandemie hat auch weiterhin Auswirkungen auf die Arbeit der Musikschule Paul Hindemith: Bereits seit Beginn der Pandemie unterstützen mehrere Mitarbeiter*innen der Musikschule das Neuköllner Gesundheitsamt u.a. beim Testen und beim Nachverfolgen von Infektionsketten. So müssen nun auch die jüngsten Schüler*innen der Musikschule und ihre Lehrkräfte zunächst auf den Start ihres Unterrichts verzichten. Ob und ab wann der Unterricht in diesem Schuljahr starten kann, ist in der derzeitigen Lage noch ungewiss. Alle betroffenen Eltern und Lehrkräfte werden aber direkt von der Musikschule über die aktuellen Entwicklungen informiert. Es ist das erklärte Ziel der Musikschule, die musikalische Früherziehung im Anschluss an die Herbstferien anbieten zu können.

Dazu erklärt Bildungsstadträtin Karin Korte: „Ich bedaure sehr, dass sich der Start der musikalischen Früherziehung in diesem Jahr verzögert. Die steigenden Infektionszahlen der letzten Tage zeigen allerdings eindrücklich, dass die Corona-Pandemie leider noch nicht vorbei ist. Ich danke deshalb den Mitarbeiter*innen der Musikschule, die gemeinsam mit vielen Kolleg*innen meiner Abteilung und des gesamten Bezirksamts das Gesundheitsamt in seiner wichtigen Arbeit unterstützen. Ich hoffe deshalb auch auf das Verständnis der betroffenen Schüler*innen und Eltern.“

Dass Musik eine positive Wirkung auf den Menschen besitzen kann, ist weitreichend bekannt. Besonders für Kinder kann dieser Effekt grundlegende Auswirkung auf ihre Entwicklung haben. Einige Beispiele wären das Erlernen allgemeinmusikalischer Fähigkeiten wie Rhythmusgefühl, sicheres und „sauberes“ Singen, Lautstärke, Tempo und vieles mehr. Voraussetzung dafür sind aber auch ein sicheres Körpergefühl, eine gute Raumorientierung und ein geschultes Ohr.

Und nichts von alledem würde funktionieren ohne eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, Spaß und Offenheit, aber auch Respekt, Toleranz und Grenzen. Unsere qualifizierten Lehrkräfte begleiten Sie und Ihr Kind und machen es fit für die (musikalische) Welt.

Auch für Kindergärten und Grundschulen bieten wir spezielle Programme an.

Nachfolgend finden Sie einige Hinweise zur weiteren Orientierung:

Beratung
In einer fachlichen Beratung erhalten Sie Informationen zur pädagogischen Arbeit unserer Dozent*innen und erfahren zum Beispiel, in welchem Kurs Ihr Kind bestmöglich gefördert wird.

Anmeldung
Die Teilnahme an unseren Kursen ist kostenpflichtig und nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Anmeldungen werden kontinuierlich angenommen.

Kursbeginn / Kursbesuch / Vertrag
Neue Kurse beginnen im September jeden Jahres laufen in der Regel bis zum Ende des Schuljahres.
Sollte eine Vormerkung bis Anfang Mai vorliegen, senden wir Ihnen unser aktuelles Kursprogramm sowie Informationen zur Vertragsabwicklung im Mai/Juni zu.
Informationen zu unseren Entgelten finden Sie hier

Anmeldung

Link zu: Anmeldung
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Hier geht es zur Anmeldung zum Musikunterricht der Grundstufe Weitere Informationen

Unterrichtsorte

Unsere Kurse finden im gesamten Neuköllner Raum statt. Hauptstandorte sind:
  • Standort Nord Neukölln (Boddinstraße 34)
  • Standort Britz (Gutshaus Schloss Britz, Alt Britz 81)
  • Standort Rudow (Elfriede-Kuhr-Straße 11)

Dozent*innen

Carolin Frank, Ulrike Kübler, Daniel Moheit, Elke Pfautsch, Beate Robie, Nadja Welna, Anne Wolf

Kursangebot

Minikurs
Im Minikurs beginnen Kinder bereits mit dreieinhalb Jahren mit der Musikalischen Früherziehung / Rhythmik. Um das zu ermöglichen, sollten die Kinder ausreichendes Konzentrationsvermögen, gutes Sozialverhalten und musikalische Erfahrungen mitbringen – zum Beispiel Kinder, die einen Eltern-Kind- Kurs besucht haben oder die bereits im Elternhaus oder in der Kita musiziert haben. Die Inhalte sind ähnlich wie in der Musikalischen Früherziehung.

Musikalische Früherziehung / Rhythmik
Die musikalische Früherziehung / Rhythmik ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Ganzheitlichkeit der Kern der frühen musikalischen Förderung an der Musikschule. Der Unterricht umfasst Singen, Spiel auf dem elementaren Instrumentarium, Bewegung und Tanz und die Schulung des Gehörs. Stets wird auch die persönliche und soziale Entwicklung des Kindes und der Gruppe beachtet. Das bedeutet, dass auch Aufgaben zur Sinneswahrnehmung, zum Erfinden und Improvisieren, Malen und das Miteinander im Mittelpunkt des Unterrichts stehen können.

Instrumentenkreisel
In diesem Kurs geht es wie beim „großen“ Instrumentenkarussell um das Ausprobieren und Erfahren von Musikinstrumenten wie Gitarre, Gesang, Klavier, Flöte und Geige. Durchgängig werden diese durch Schlaginstrumente erweitert. Die Erfahrungen aus der Musikalischen Früherziehung werden vertieft und auch auf Instrumente übertragen. Der Kurs eignet sich vor allem für Kinder, die schon musikalisch vorgebildet, aber noch zu jung für das Instrumentenkarussell sind.

Instrumentenkarussell
Dieser Kurs ist besonders für die Kinder geeignet, die sich nach dem Besuch der musikalischen Früherziehung noch nicht sicher sind, welches Instrument sie erlernen möchten. Für das Instrumentenkarussell werden Gruppen von vier Kindern ähnlichen Alters zusammengestellt. In dieser Gruppe erhalten sie im Laufe eines Jahres Unterricht auf vier bis sechs verschiedenen Instrumenten. Sie bleiben jeweils fünf bis sieben Wochen bei einer Lehrkraft und können in dieser Zeit erste Spielversuche auf Instrumenten passender Größe machen. Die Kinder erleben auf diese Weise den spezifischen Klang, die Haltung und das Spielgefühl und können nach dem Kurs besser entscheiden, zu welchem Instrument sie sich hingezogen fühlen. Die Instrumente werden von der Musikschule für den Unterricht bereitgestellt und können dann meistens sogar mit nach Hause genommen werden. Das Angebot und die Zusammensetzung können sich ändern. Sie werden über Änderungen schriftlich informiert, wenn Sie sich im Fachbereich bis zu zwei Monate vor dem jeweiligen Kursbeginn angemeldet haben.

Unsere Instrumentenkarusselle finden in Nordneukölln, Britz und Rudow statt. Dies kann je nach Anmeldungen der Kinder variieren. Die Besetzung und deren zeitliche Abfolge richten sich nach dem Stand der Anmeldungen und der Verfügbarkeit von Instrumenten und Lehrkräften.

Singend durch’s Jahr
Es ist berührend, wenn Kinder erstmals versuchen zu singen oder wenn sie nach und nach Melodien oder Lieder erlernen. Oft spielen sie selbst mit ihrer Stimme, indem sie improvisierend vor sich hinsingen und -sprechen. In diesem Kurs lernen Kinder spielerisch mit ihrer Stimme umzugehen. Verbunden mit dem Kennenlernen der verschiedensten Lieder, die uns durch das Jahr bringen.

Für Kindertagesstätten und Grundschulen:
Musikalische Früherziehung und Grundbildung / Rhythmik
Die Kurse Musikalische Früherziehung / Rhythmik und Musikalische Grundausbildung / Rhythmik werden in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Einrichtungen des Bezirkes zu einem Sonderpreis für Grundschulen und Kindertagesstätten angeboten. Die Kurse finden in den Standorten der Musikschule statt. Sie können auch in den Räumen der jeweiligen Einrichtung durchgeführt werden, sofern diese den Unterrichtsbedingungen genügen.

Bei Nachfragen bitte mit der Fachgruppenleitung in Verbindung setzen.

Für Kindertagesstätten:
Musik – SPRACHE – Bewegung
Seit nun fast 10 Jahren gibt es an der Musikschule Neukölln das Angebot Musik – SPRACHE – Bewegung. Es richtet sich an alle Kindertagesstätten, die interessiert sind, ihren Kindern ab dreieinhalb Jahren verstärkt musikalische Bildung und Sprachförderung anzubieten. Der Unterricht soll keine gängigen Sprachförderprogramme ersetzen, sondern eine Vertiefung im Gebiet Sprache bieten und eine Erweiterung im musikalischen Bereich. Dass Musik und Bewegung eine stark unterstützende Funktion beim Erlernen einer Sprache einnehmen können, ist seit langem bekannt und wird von vielen Sprachförderungskonzepten genutzt. Dort wird allerdings Musik ausschließlich als Mittel eingesetzt. Im Konzept der Musikschule steht die Sprache im Mittelpunkt des themenzentriert angelegten Unterrichts, allerdings ohne auf eigene Zielbereiche für Musik und Bewegung zu verzichten. Eine Besonderheit stellt auch die geringe Teilnehmerzahl dar, die es den Lehrkräften und Erzieher*innen ermöglicht, noch individueller auf die Sprachentwicklung der Kinder einzugehen.

Die Unterrichtsplanung beruht auf Abstimmung zwischen Kita und Musikschule. Da die Lehrkräfte nach keinem starren Lehrplan vorgehen, können Themensetzungen von der Kita angeregt werden; die Anregungen aus der Musikschule sollten wiederum in die Kita zurückfließen, so dass Unterricht und Alltag möglichst nahtlos ineinander übergehen. Ein*e Erzieher*in sollte in regelmäßigem Turnus im Unterricht anwesend ist, um die Inhalte wieder in die Kita zu tragen. Zudem bietet sich dabei die Gelegenheit zur Dokumentation. Von den Musikschullehrkräften kann nach Absprache eine Mitarbeit an dokumentarischen Aufgaben geleistet werden (Beobachtungsbögen Sprache / Musik / Bewegung).

Der Unterricht findet in vom „Aktionsraum plus“ ausgestalteten Räumen statt. Es werden die Räume vom „Young Arts“ in der Donaustraße 42 sowie vom Haus der Familie „Kleiner Fratz“ in der Glasower Straße 18 und das Gemeinschaftshaus Lipschitzallee genutzt.