Konferenz "Neue Wege für Berlin"

Konferenzsaal mit Mikrofon
Bild: Sergey Nivens - Fotolia.com

Metropolen weltweit stehen vor der Aufgabe, steigende Anforderungen an Mobilität mit Lebensqualität in Einklang zu bringen. Berlins Partnerstädte Brüssel, London, Los Angeles, Moskau, Paris und Peking befinden sich aktuell in einem ähnlichen Prozess zu einer neuen Mobilität wie Berlin selbst.

Vor diesem Hintergrund diskutierte die Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den Delegationen der Partnerstädte neue Wege für Berlins Mobilität. Die Konferenz bot der engagierten Debatte zur Mobilität in der Stadt eine Plattform. Bürgerinnen und Bürger kamen ebenso zu Wort wie Akteure aus Verwaltung, Verbänden und Unternehmen.

An den zwei Konferenztagen gaben Vorträge, Plenumsdiskussionen und Fachforen zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch und zur Inspiration. Im Zentrum standen dabei die Fragen, was Berlin künftig in der Mobilität verändern will und wie diese Ziele erreicht werden können.

Am Abend des 5. Dezembers fand die Podiumsdiskussion „Auf neuen Wegen. Internationaler Austausch zur Mobilität” im ZOO PALAST Berlin statt.

Städte-Dossier (englisch)

PDF-Dokument (511.2 kB)

Programmüberblick

5. Dezember 2018

  • 10:00 Uhr

    Check-In

  • 10:45 Uhr

    Berlin unterwegs. Für eine lebenswerte Stadt
    Eröffnung durch Senatorin Regine Günther, Plenum

  • 11:00 Uhr

    Mobilität in Metropolen
    Podium mit den Gaststädten, Plenum

  • 12:30 Uhr

    Mittagessen

  • 13:45 Uhr

    Foren

  • A1

    Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen zur Erhöhung der Lebensqualität

    Hauptverkehrsstraßen spielen eine wichtige Rolle für den innerstädtischen Autoverkehr. Durch ihre Schließung oder Umgestaltung kommt es zu deutlichen Veränderungen des automobilen Verkehrsflusses. Erfahrungen aus Projekten in mehreren internationalen Städten und in Berlin zeigen positive Effekte für die Lebensqualität an diesen Straßen, aber auch Probleme, die mit solchen Veränderungen einhergehen.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Wann ist die Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen sinnvoll? Was sind die Auswirkungen solcher Transformationsprojekte und kann durch ihre Umsetzung die Lebensqualität in Städten erhöht werden? Welche Anforderungen müssen beachtet werden, wenn ein solches Projekt umgesetzt wird? Welche Rolle können Reallabore in der Umgestaltung spielen?

    Chair: Kristian Villadsen (Kopenhagen)
    Referierende: Hervé Levivfe (Paris)

  • A2

    Attraktiver Umweltverbund für wachsende Metropolregionen

    Der Umweltverbund umfasst sowohl Rad- und Fußverkehr als auch den öffentlichen Verkehr. Im Gegensatz zum automobilen Individualverkehr ist der Umweltverbund flächeneffizient und emissionsarm. Da wachsende Städten immer weniger öffentlichen Raum zur Verfügung steht, sind sie auf diese platzsparenden Mobilitätsoptionen angewiesen. Auch zur Bekämpfung innerstädtischer Emissionen ist der Umweltverbund notwendig. Damit er diese Aufgaben erfüllen kann, bedarf es umfassender Investitionen in die benötigten Infrastrukturen. Darüber hinaus muss beim Ausbau der Infrastrukturen auf eine mögliche Integration der verschiedenen Verkehrsmittel achtgegeben werden.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Welche Strategien gibt es, um Mobilität trotz Wachstum zu gewährleisten? Wie können Pendlerströme effizient abgewickelt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, um öffentlichen Verkehr und Radverkehr effizient zu kombinieren?

    Chair: Katharina Kröger (Berlin)
    Referierende: Ian Catlow (London), Roman Latypov (Moskau), Kathrin Schneider (Brandenburg)

  • A3

    Ordnungs- und preispolitische Maßnahmen zur Erreichung von Klimaschutz- und Luftreinhaltungszielen

    Der motorisierte Individualverkehr ist für viele innerstädtische Probleme, wie Stau, Luftverschmutzung und Treibhausgasemissionen verantwortlich. Um die Nutzung von privaten Pkw zu reduzieren, können ordnungs- und preispolitische Maßnahmen sinnvoll sein. Diese umfassen beispielsweise Staugebühren oder Parkraumbewirtschaftung, welche zur Lenkung von automobilen Verkehrsströmen beitragen können. Durch diese Maßnahmen werden darüber hinaus finanzielle Mittel generiert, die an anderer Stelle für die Investition in den Umweltverbund genutzt werden können.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Welche ordnungs- und preispolitischen Maßnahmen gibt es? Welche dieser Maßnahmen sind für Berlin geeignet und was sind die Voraussetzungen, um sie erfolgreich zu implementieren? Welche Herausforderungen sind bei der Einführung derartiger Maßnahmen zu meistern?

    Chair: Martin Lutz (Berlin)
    Referierende: Peijun Li (Peking), Pascal Smet (Brüssel), Alex Williams (London)

  • A4

    Innovationen als Treiber von Veränderungen

    Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung können Nutzer*innen schnell und bequem ihre Mobilität planen. Apps zeigen in Echtzeit Verbindungen an, Tickets für den öffentlichen Verkehr lassen sich ebenso über das Smartphone buchen wie sich Leihräder oder Carsharing-Fahrzeuge entsperren lassen. Mithilfe von Online-Bezahldiensten lässt sich bargeldlos und schnell jegliche Mobilitätsoption bezahlen. Andere Anwendungen ermöglichen die Suche der nächsten Stromtankstelle oder das Finden einer spontanen Mitfahrgelegenheit oder Taxi-Alternative.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Wo gibt es Innovationen und wie werden diese in Zukunft den Verkehr weiter verändern? Was ist technisch möglich und was ist gesellschaftlich gewollt? Wer muss die Themen anstoßen und welche Rolle spielen die Innovatoren?

    Chair: Dr. Julius Menge (Berlin)
    Referierende: Seleta Reynolds (Los Angeles)

  • 15:45 Uhr

    Kaffeepause

  • 16:30 Uhr

    Blitzlichter aus den Foren, Plenum

  • 17:30 Uhr

    Get-together inkl. kleinem Imbiss, A3

  • 19:00 Uhr

    Auf neuen Wegen. Internationaler Austausch zur Mobilität
    Podiumsdiskussion, Zoo-Palast.
    Ein Transfer wird in begrenztem Umfang bereitgestellt (Abfahrt 18.00 Uhr).

6. Dezember 2018

  • 09:00 Uhr

    Exkursion für internationale Delegation (auf Einladung)

  • 10:00 Uhr

    Eröffnung, Staatssekretär Stefan Tidow, Plenum

  • 10:10 Uhr

    Mobilität im Wandel. Die Rolle von Kommunen und Unternehmen
    Diskussion, Referierende: Dr. Katrin Dziekan (Berlin), Toralf Giebe (Berlin), Plenum

  • 11:00 Uhr

    Brunch

  • 12:00 Uhr

    Hybrid Thinking – Erfolgsstrategien für das 21. Jahrhundert
    Keynote von Dr. Arndt Pechstein (Berlin), Plenum

  • 12:30 Uhr

    Foren

  • B1

    Wie kann eine gesellschaftliche Akzeptanz erreicht werden?

    Städtischer Verkehr kann nur nachhaltiger werden, wenn die Nutzer*innen die neuen und emissionsarmen Angebote in ihr Mobilitätsverhalten integrieren. Eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Mobilität ist daher die gesellschaftliche Akzeptanz politischer Maßnahmen und großer Infrastrukturinvestitionen. Dabei kommt dem Ausprobieren neuer Mobilitätsoptionen und Straßenraumgestaltungen eine wichtige Rolle zu. Auch zivilgesellschaftliche Beteiligung bei der Entwicklung und Verbesserung neuer Mobilitätslösungen ist von zentraler Bedeutung.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Wie kann Akzeptanz und Nutzung neuer Mobilitätsformen und Infrastrukturen erreicht werden? Welche Rolle spielt das Ausprobieren und Nachsteuern für die Akzeptanz? Wie muss Kommunikation zu innovativen Verkehrsprojekten aussehen? Welche konkreten Tools und Formate der Beteiligung für Bürger*innen gibt es?

    Chair: Dr. Johanna Schlaack (Berlin)
    Referierende: Christophe Najdovski (Paris), Floris Tack (Brüssel)

  • B2

    Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft bei solchen Prozessen haben?

    Einwohner*innen von Städten haben ein großes Interesse daran, ihr Lebensumfeld attraktiv zu gestalten. Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass die Zivilgesellschaft erfolgreich und unabhängig politische Projekte anschieben kann. Das Ausschließen von Zivilgesellschaft aus Entscheidungsprozessen kann hingegen zu einem Ausbremsen und Verhindern von notwendigen Entscheidungen führen.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Wie kann Raum für die Einbindung von Initiativen und deren Ideen geschaffen werden? Wer initiiert Veränderungsprozesse und wann entstehen Veränderungen aufgrund von Stadtgesellschaft? Wie kann die Zivilgesellschaft in ihrem Veränderungspotenzial gestärkt werden? Wie kann die Kooperation aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft gut gelingen?

    Chair: Martina Richwien (Berlin)
    Referierende: Frank Masurat (Berlin), Denis Petri (Berlin), Pascal Smet (Brüssel)

  • B3

    Wie nehmen Städte ihre Rolle bei der Förderung von Innovationen wahr?

    Damit das Innovationspotenzial im Mobilitätsbereich ausgeschöpft und gleichzeitig der Verkehrssektor nachhaltig gestaltet wird, müssen Städte sowohl Innovationen klug fördern, als auch die Rahmensetzungen vorantreiben. In Zeiten schnellen technischen Fortschritts, ist es eine Herausforderung, beides gleichzeitig zu erfüllen. Doch Innovationen ohne die notwendigen ordnungspolitischen Rahmensetzungen können zu ungewollten Nebeneffekten bei der Einführung wirken. Dazu gehören fehlende Infrastrukturen ebenso wie möglicherweise ansteigende Emissionen.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Welche Rolle kann die Verwaltung in Bezug auf Innovationen einnehmen und welche ist für einen nachhaltigen Verkehrssektor notwendig? Wie ist das Selbstverständnis von Städten beim Thema Innovation? Wie müssen Innovationen in der städtischen Planung berücksichtigt werden? Welche Möglichkeiten der Innovationsförderung gibt es?

    Chair: Claudia Rathfux (Berlin)
    Referierende: Ian Catlow (London), Peijun Li (Peking)

  • B4

    Welche Vision haben wir für die Stadt der Zukunft?

    Jede Stadt hat ihre eigene urbane Zukunftsvision. Alle diese Visionen verbindet der Wunsch danach, eine lebenswerte Umgebung für alle Einwohner*innen zu schaffen. Die Umgestaltung des Mobilitätssektors hin zu ökologisch und sozial verträglicher Mobilität ist für viele Städte weltweit zentrales Element einer lebenswerten Stadt.

    Dieses Fachforum stellt u.a. die folgenden Fragen:
    Welche Visionen für städtische Mobilität gibt es und welche Ideen verbinden diese? Welche Gedanken sind übertragbar und was ist für jede Stadt besonders? Und wie können die vielen Ideen für eine Stadt zusammengebracht werden, um eine Vision zu gestalten?

    Chair: Dr. Arndt Pechstein (Berlin)
    Referierende u.a. aus Brüssel, Paris, Moskau

  • 14:30 Uhr

    Kaffeepause

  • 14:45 Uhr

    Blitzlichter aus den Foren, Plenum

  • 15:05 Uhr

    Visionen für die Städte der Zukunft
    Senatorin Regine Günther und Dr. Arndt Pechstein (Berlin), Plenum

  • 15:30 Uhr

    Ende der Konferenz