Fragen und Antworten

Rückfragen

Fragestellungen zum Verfahrensauftakt

Können wir den Gewinn im Wettbewerb auch dazu benutzen, unsere Bürgerinitiative in ihrer formellen Form zu professionalisieren; z.B. durch die Gründung einer gGmbH?

Der Wettbewerb Mittendrin Berlin! 2022/23 richtet sich auch an Netzwerke und Initiativen, die bereits Erfahrungen mit der Umsetzung von Projekten gesammelt haben und auf Basis dieser Erkenntnisse Organisationsstrukturen aufbauen und / oder professionalisieren wollen. Die Teilnahme am Wettbewerb kann daher dazu genutzt werden, neue Formen der Organisation und Zusammenarbeit zu erproben. Dabei muss im Sinne des Wettbewerbs die Stärkung des Standorts im Mittelpunkt stehen.

Wir haben eine Idee für ein Projekt, aber verfügen über keine Fläche bzw. keinen Raum. Können wir dennoch am Wettbewerb teilnehmen?

Ja, teilnehmen können auch Initiativen, die ein kreatives Nutzungskonzept für eine Laden- oder Freifläche/ einen Standort entwickelt haben, jedoch in der aktuellen Bewerbungsphase bis zum Ende der Bewerbungsfrist noch keinen konkreten Ort für die Umsetzung gewonnen haben.

Es wird empfohlen, in der Kurzbewerbung möglichst detailliert darzustellen, welches Vorgehen zur Auswahl und Akquise eines konkreten Ortes beabsichtigt ist. Welche Netzwerke, Akteur:innen oder Eigentümer:innen sollen angesprochen werden? Wie kann der geeignete Ort für die Umsetzung charakterisiert werden? Es sollte dargestellt werden, welche Erfolgsaussichten die Gruppe sieht, ihre Idee zu realisieren und wie sie diese in der zweiten Wettbewerbsrunde konkretisieren möchte. In der zweiten Runde wird es für die Gruppe u.a. darum gehen, einen passenden Ort zu finden und Vereinbarungen zu treffen, die die Umsetzung der Projektidee konkret in Aussicht stellt.

Welche Möglichkeiten haben Initiativen, eine verfügbare Fläche zu finden?

Es wird empfohlen, mit dem zuständigen Bezirksamt, insbesondere der Wirtschaftsförderung, Kontakt aufzunehmen und verfügbare Flächen zu erfragen. Die Wirtschaftsförderungen haben in der Regel gute Kenntnisse über verfügbare Ladenflächen in den Erdgeschosszonen der Zentren und Geschäftsstraßen. Auch Erkundigungen in lokalen Netzwerken am Standort oder die Kontaktaufnahme zu den Berliner Wohnungsbaugesellschaften am jeweiligen Standort können hilfreich sein.

Für welche Zwecke können die jeweiligen Budgets eingesetzt werden (3.000 Euro brutto als nominierte Gruppe bzw. 20.000 Euro brutto als Gewinner-Gruppe)?

Der Gewinn der 3.000 Euro ist für weitere Schritte zur Konkretisierung der Idee bzw. die Netzwerkbildung zu nutzen, u.a. für die Ideentreffs vor Ort. Das Budget der weiteren, sich anschließenden Phase in Höhe von 20.000 Euro dient der Umsetzung des prämierten Beitrags. In diesem Zusammenhang können u.a. Kosten für Raummieten, Ausstattung, Öffentlichkeitsarbeit, Genehmigungen, Versicherungen finanziert werden. Nicht finanziert werden können investive Maßnahmen sowie Büromaterialen oder dauerhafte, regelmäßige Personalkosten. Die Auszahlung der Budgets erfolgt als Erstattung nach Vorlage prüffähiger Rechnungen.

Wer führt die Beratungsleistungen durch, die gewonnen werden können?

Beratungsleistungen sind Bestandteil der Gewinne der ersten und zweiten Wettbewerbsrunde. Sie werden in Abhängigkeit des thematischen Bedarfs vom Begleitbüro bzw. ggf. mit ergänzender fachlicher Expertise erbracht. Gruppen werden gebeten, sofern absehbar, in der Kurzbewerbung besondere Beratungsbedarfe zu benennen. Darauf aufbauend werden passende Fachleute herangezogen.

Inwieweit werden die Initiatoren bei der Öffentlichkeits- und Pressearbeit unterstützen?

Die Initiatoren werden zu ausgewählten Meilensteinen im Wettbewerbsverfahren eigenständige Öffentlichkeits- und Pressearbeit durchführen. Nominierte Gruppen bzw. die späteren Gewinnergruppen werden durch die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der Initiatoren unterstützt, z.B. durch eine gemeinsame Pressemitteilung und über Social Media Kanäle, wie dem projektbezogenen Instagram Kanal @berlinmittendrin.

Ergänzend dazu wird den Initiativen empfohlen, frühzeitig eigene Presseverteiler und Kontakte zu Pressevertretungen aufzubauen sowie Möglichkeiten der digitalen Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit über Plattformen wie Instagram oder nebenan.de zu nutzen.

Können auch temporäre Konzeptideen (z.B. Zwischennutzungen wie Pop-Up-Stores) eingereicht werden? Auf welchen Zeitraum ist die Umsetzung der Ideen anzulegen?

Ja, auch Ideen für Zwischennutzungen bzw. temporäre Konzeptideen können eingereicht werden. Wichtig sind u.a. Kreativität und Innovationskraft des Angebots, die Wirkung auf Frequenzen und Belebung des Zentrums bzw. der Geschäftsstraße. Der vorgesehene Zeitraum sollte in einem angemessenen Verhältnis zum Vorhaben stehen.

Wie findet man Kooperationspartner:innen für die Umsetzung einer bestehenden Idee?

Die Konkretisierungsphase kann dabei unterstützen, Kooperationspartner:innen zu finden. Hierzu sollten die Ideentreffs vor Ort genutzt werden, um insbesondere Händler:innen, Gastronom:innen und weitere engagierte lokale Akteur:innen für den Umsetzungsprozess zu gewinnen. Auch über Social-Media Plattformen können potenzielle Mitstreiter:innen aktiviert werden, unter anderem durch die gezielte Nutzung von Hashtags (z. B. #mittendrinberlin). Zudem bietet die Plattform „nebenan.de“ die Möglichkeit der Vernetzung. Darüber hinaus können auf dem digitalen „Schwarzen Brett“ der IHK Berlin, Angebote und Gesuche zu Kooperationspartner:innen und zu Ideen eingesehen und aufgegeben werden: www.ihk-berlin.de

Zielt der aktuelle Wettbewerbsdurchgang ausschließlich auf große, berlinweit bekannte Geschäftsstraßen?

Nein, der Wettbewerb Mittendrin Berlin! richtet sich an alle Berliner Geschäftsstraßen und Zentren, unabhängig von ihrer Größe und Bekanntheit.

Was meint der Begriff „Erdgeschosszone“?

Zur Erdgeschosszone gehören explizit nicht nur Innenräume, sondern auch Aktivitäten vor den Ladenflächen oder im öffentlichen Raum.

Wie waren bisherige Erfahrungen der teilnehmenden Gruppen, was die Einbeziehung der Bezirksämter betrifft?

Die Kontaktaufnahme mit den Bezirksämtern, insbesondere den Wirtschaftsförderungen, war bei vergangenen Wettbewerbsdurchgängen positiv. Durch die Einbeziehung des Bezirksamtes konnten teilnehmende Gruppe beispielsweise ihre Vorhaben auf eine breitere Basis stellen, indem die Einbeziehung verschiedener Fachämter oder eine Schirmherrschaft durch Bezirksamtsvertretungen (z.B. Bezirksbürgermeister/in) angefragt wurde.