Ukraine

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Die Preisverleihung

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs „Das WIR sehen“

Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Kunstwettbewerbs „Das WIR sehen“ wurden am 20. März 2017 im Kulturcentrum „Die Weisse Rose“ ausgezeichnet und ihre Kunstwerke in einer kleinen Ausstellung allen Gästen präsentiert.

An dieser Stelle danken wir nochmals allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Wettbewerbs für Ihre Einsendungen. Ein großes Dankeschön geht auch an die Theater- und Musical-AG des Robert-Blum-Gymnasiums. Mit ihrem Eröffnungslied „Die Masse sind wir“ und ihrem Musical „Wie fühlst du BUNT“ stellten sie das künstlerische Rahmenprogramm der Preisverleihung.

  • Wir haben Euch Fotos der Preisträger*innen und des Musicals vom Tag der Preisverleihung zusammengestellt, siehe unter Impressionen
  • Den Text des Eröffnungsliedes findet Ihr unter Die Masse sind wir

Impressionen

  • Herr Staatssekretär Gaebler überreicht die Siegerurkunde an Sophia Werle

    Herr Staatssekretär Gaebler überreicht die Siegerurkunde an Sophia Werle

  • Herr Staatssekretär Gaebler und Moderatorin Luzie Haller übergeben den Preis an die Schüler*innen der Klasse 6b der Papageno-Grundschule

    Preisübergabe an die Schüler*innen der Klasse 6b der Papageno-Grundschule

  • Gruppenbild der Preisträgerinnen der Kategorie Grundschule, Nour Balsha, Mira Feddawi und Rawan Alwaisi, deren Familienmitgliedern sowie der Moderatorin, Luzie Haller

    Gruppenbild der Preisträgerinnen Nour Balsha, Mira Feddawi, Rawan Alwaisi und deren Familienmitgliedern zusammen mit der Moderatorin Luzie Haller

  • Jannis Felix Niehues, Preisträger in der Kategorie Sekundarstufe I, und seine Lehererin McCombie stehen vor seinem Siegerbild

    Jannis Felix Niehues und seine Lehererin Frau McCombie

  • Schülerinnen des Girls‘ Studio 9 des TIO e. V., Preisträgerinnen in der Kategorie Sekundarstufe I, bei der Preisübergabe durch Herrn Staatssekretär Gaebler und Moderatorin Luzie Haller

    Preisübergabe an die Schülerinnen des Girls‘ Studio 9 des TIO e. V.

  • Ivo Masic, Preisträger in der Kategorie Sekundarstufe I, und seine Lehrerin McCombie stehen vor seinem Siegerbild

    Ivo Masic und seine Lehrerin Frau McCombie

  • Rana Mislina Yörük bei der Preisübergabe durch Herrn Staatssekretär Gaebler und Moderatorin Luzie Haller

    Rana Mislina Yörük bei der Preisübergabe

  • Preisübergabe an Tamer Yildiz und Emre Ateş durch Herrn Staatssekretär Gaebler und Moderatorin Luzie Haller

    Preisübergabe an Tamer Yildiz und Emre Ateş

  • Preisübergabe an Pauline Frenzel durch Herrn Staatssekretär Gaebler und Moderatorin Luzie Haller

    Preisübergabe an Pauline Frenzel

  • Rana Mislina Yörük, Tamer Yildiz und Emre Ateş, Preisträger in der Kategorie Sekundarstufe II, zusammen mit Staatssekretär Christian Gaebler

    Rana Mislina Yörük, Tamer Yildiz und Emre Ateş mit Staatssekretär Christian Gaebler

  • Herr Staatssekretär Gaebler und die Moderatorin richten Ihren Dank an die Jurymitglieder Frau Susanne Vieth-Entus (Tagesspiegel), Herr Dr. Albert Heiser (UdK) und Herr Ibrahim Gülnar (Stiftung SPI, Mobiles Beratungsteam)

    v. l.: die Jurymitglieder Herr Dr. Albert Heiser (UdK), Herr Ibrahim Gülnar (Stiftung SPI, Mobiles Beratungsteam) und Frau Susanne Vieth-Entus (Tagesspiegel), die Moderatorin Luzie Haller und Herr Staatssekretär Gaebler

  • 6 Darstellerinnen des Musicals „Wie fühlst du BUNT“ sitzen auf der Bühne und singen das Eröffnungslied

    Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“

  • Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“: Der Vater umarmt seine Tochter

    Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“

  • Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“: Maler in Arbeitskleidung werden wegen ihres Aussehens von Männern in Anzügen beleidigt

    Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“

  • Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“: Ehestreit zwischen zwei der Hauptfiguren

    Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“

  • Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“: Eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen singt und steht dabei in Siegerpose auf der Bühne

    Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“

  • Alle Darsteller*innen des Musicals singen gemeinsam das Abschlusslied

    Szene aus dem Musical „Wie fühlst du BUNT“

Die Masse sind wir

Liedtext

Eigentlich fand ich mich immer ganz O.K.,
aber wenn ich mich mit den Augen der anderen seh‘ (frag ich mich)
Wie ist das, wenn ich ich bin, wenn ich mich nicht verstell‘?
Gehör‘ ich noch dazu oder bin ich zu speziell?
Ich will perfekt sein und doch ganz besonders.
So sein wie alle und irgendwie anders.
Allen gefallen und trotzdem nicht Mainstream sein
Außergewöhnlich und dennoch nicht allein.

Wenn man alle Gesichter auf dieser Welt
Übereinanderlegt und ein Mischgesicht erstellt
und man fragt, welches am besten gefällt,
dann wird dieses Bild von den meisten gewählt.

Entwickelt sich so ein Schönheitsideal,
das uns gleich macht, weichgespült und ist es nicht fatal,
dass das Spezielle verschwindet, alles glatt und leer
ein Durchschnittsmensch, es ist nicht schwer
das daraus zu machen, was andere wollen.
Eine Projektionsfläche für tausende von Rollen,
die er einnimmt, weil jemand über ihn bestimmt
und ihm damit das Eigene, Persönliche nimmt.
So erhält man eine völlig neue Identität.
Und nichts ist da, das anderen verrät,
wer das wirklich ist in dieser Anonymität,
denn alles ist fake in dieser Scheinrealität.
Irgendwer schreibt „Ich wär gern wie du!
Deine Augen sind so schön, ich wünschte meine wär‘n genauso.“
Die Anzahl von Likes zeigt was die Menge von dir hält,
ein flüchtiger Kontakt in einer flüchtigen Welt.
Doch die Masse hat die Macht, das ist wie Politik.
Und während wir entscheiden durch Kreuz oder Klick,
legen wir los im Verborgenen mit unserer Kritik
im Sessel zuhaus‘, leise Hintergrundmusik.
Schuld sind die andern, der Mob, nicht wir,
denn die Menge entscheidet, keiner kann was dafür.
Wir sind Teil der Masse, jeder ist dabei,
bestimmen über Klasse oder Einheitsbrei.

Refrain:

Wenn wir nicht selber denken und wir schwimmen mit dem Strom.
Wenn wir Potential verschenken und die beste Version
von dem Leben, das wir führen, kennen wir nicht mehr,
weil wir uns selbst nicht mehr spüren, dann ist Mitlaufen nicht schwer.

Die Masse entscheidet, ob gut oder schlecht,
und die Masse hat… in jedem Fall Recht.
„Wenn die Masse entscheidet, (dann) kann ich nichts dafür.“
Doch die Masse, die Masse,… die Masse sind wir.

Lasst uns neu entscheiden und zwar jeden Tag neu.
Lasst uns täglich wählen, wir sind frei.
Frei zu wählen, zu lieben, zu leben, wie wir wollen,
hören wir nicht mehr auf die, die uns sagen, was wir sollen.

Lasst uns streiten und vertragen und uns lieben, wie wir sind
und verzweifeln und verzagen und uns lieben, wie wir sind.
Lasst uns Fehler machen und verzeih’n und uns lieben, wie wir sind.
Lasst uns perfekt unperfekt sein und uns lieben, wie wir sind.

Und wenn wir so weit sind, können wir den Anderen akzeptieren,
müssen nicht befürchten uns selbst zu verlieren,
weil sie uns Angst macht, seine Andersartigkeit,
es gäbe keinen Shitstorm, keiner wäre mehr bereit
auf andere von oben herunterzusehen.
Wir könnten ganz einfach nebeneinanderstehen.
Und wenn wir uns dann einig und wirklich viele sind,
dann spüren wir ganz deutlich, dass wir die neue Masse sind.

Die Masse entscheidet, ob gut oder schlecht,
und die Masse hat… in jedem Fall Recht.
„Wenn die Masse entscheidet, dann kann ich nichts dafür.“
Doch die Masse, die Masse,… die Masse sind wir.
Die Masse seid ihr und sind wir.

Text: Susanne Borchart