Die Preisträger des Berliner Präventionspreises 2015

Gruppenfoto aller Preisträger 2015
Gruppenfoto aller Preisträger zusammen mit Staatssekretär Andreas Statzkowski
Bild: Landeskommission Berlin gegen Gewalt

1. Preis - 4.500,- €

LaLoka – Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung

Link zu: Homepage des Hellersdorf Hilft e. V.
Bild: Hellersdorf hilft e. V.

Einrichtung: Hellersdorf hilft e. V.
Kontakt:
Ansprechpartner: Frau Franziska Schröder, Herr Stephan Jung
Email: info@hellersdorf-hilft.de
Internet: www.hellersdorfhilft.wordpress.com

Überzeugt hat dieses Projekt die unabhängige Jury aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation. Projektziel von LaLoka ist, ein Netzwerk aus lokalen Akteuren, Ehrenamtlichen und geflüchteten Menschen aufzubauen und selbstorganisierte und regelmäßige Angebote zu schaffen, die von und für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung durchgeführt werden und sich an den Bedürfnissen der geflüchteten Menschen orientieren.

Projektmaßnahmen sind u. a. ein gemeinsam gestaltetes Ladenlokal einschließlich eines Internetcafés, das einen regen Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen ermöglicht. Zudem werden Angebote in Form von Workshops oder Einzelprojekten angeboten, die die Beteiligten qualifizieren und fördern sollen. Beispiele dafür sind die wöchentliche Wohnungsberatung für Geflüchtete, Strickkurse, ein Fotoworkshop für Kinder, ein Sprachkurs oder das Theaterstück „Asyldialoge“. Es ist sehr zu begrüßen, dass Betroffene und Ehrenamtliche versuchen, gemeinsam Vorurteile abzubauen und das friedliche miteinander zu fördern.

2. Preis - 4.500,- €

Wie wollen wir leben? Workshop zu Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus

Link zu: Homepage des Ufuq e. V.
Bild: Ufuq e. V.

Einrichtung: Ufuq e. V.
Kontakt:
Ansprechpartnerin: Frau Samira Jamal
E-Mail: samira.jamal@ufuq.de
Internet: www.ufuq.de

Das Projekt „Wie wollen wir leben“ von Ufuq e. V. wendet sich an muslimische Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren. Projektziel ist, dass die Jugendlichen gegen demokratie- und freiheitsfeindliche Weltbilder und gegen Ansprachen salafistischer Akteure gewappnet sind. In Workshops mit zwei verschieden-gläubigen Teamern zwischen 20 und 30 Jahren werden Themen wie u.a. Islamfeindlichkeit, Religiosität, Migration, Identität, Geschlechterrollen und Demokratie besprochen und diskutiert. Im Mittelpunkt der Workshops stehen Filme und Methoden, welche in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg produziert wurden.

Dadurch wurde den Jugendlichen ermöglicht, einen reflektierten Zugang zum Islam zu finden und sie in der Möglichkeit einer deutsch-islamischen Identität zu bestärken sowie den Zugang zu einer moderaten Sicht des Islams zu finden.

3. Preis - 3.500,- €

Interreligious Peers

Link zu: Internetauftritt des Projektes Interreligious Peers auf den Seiten www.juga-projekt.de
Bild: RAA Berlin

Einrichtung: Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e. V.
Kontakt:
Ansprechpartner : Herr Kofi Ohene-Dokyi
E-Mail: kofi.ohene-dokyi@raa-berlin.de
Internet: www.juga-projekt.de

Ziel des Projekts „Interreligious Peers“ ist, Verständnis für andere Religionen und Weltanschauungen zu entwickeln und zu fördern sowie Vorurteile und Stereotype abzubauen. An Berliner Schulen wird der Austausch über die Themen Religion und Weltanschauung zwischen den Schülern gefördert.

Projektmaßnahme ist, Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen einer einjährigen Fortbildungsreihe mit 11 Ausbildungsmodulen und Praxiseinsätzen von erfahrenen Trainern/innen der interreligiösen und interkulturellen Bildung zu Peer-Trainer/innen auszubilden, die dann mit Schüler/innen zu den Themen religiöse und weltanschauliche Vielfalt und Verständigung Workshops durchzuführen. Mit dem Abschluss der Ausbildung erhalten die Jungen Erwachsenen ein Zertifikat für ihre Ehrenamtliche Arbeit mit Jugendlichen.

Seit 2013 wurden 29 Peer-Trainer/innen unterschiedlichsten religiösen Hintergrunds ausgebildet; in 14 Schulen und Einrichtungen wurden 27 Schüler-Workshops durchgeführt.

Sonderpreis der Unfallkasse Berlin - 1.000,- €

Interreligiöses Stolpersteinprojekt

Link zu: Internetauftritt des Projekts Interreligiöse Stolpersteine auf der Homepage der Lynar-Grundschule
Bild: Lynar Grundschule Spandau

Einrichtung: Lynar-Grundschule in Kooperation mit dem Freiherr-von-Stein-Gymnasium Spandau
Kontakt:
Ansprechpartnerin: Frau Claudia Schwope
E-Mail: clschwope@googlemail.com
Internet: www.lynar-gs.de

Ziel des Stolpersteinprojekts ist, Schüler/innen der 6. Klassen für die Achtung der Würde eines jeden Menschen zu sensibilisieren und ihnen religiöse Zusammenhänge und Hintergründe ihrer Mitschüler/innen (islamisch und christlich) sowie des jüdischen Glaubens näher zu bringen. Damit soll die Entwicklung eines Verantwortungsbewusstseins für ein respektvolles Miteinander in einer religiösen und kulturellen Vielfalt gestärkt und gefördert werden.

Durch die Beschäftigung mit dem Thema „Nationalsozialismus in Deutschland“ und der Lektüre „Papa Weidt“ von Inge Deutschkron setzen sich die Schüler/innen mit dem Thema auseinander. Im Zusammenhang mit diesem Thema recherchierten die Schüler/innen über das Leben einer jüdischen Familie die in Konzentrationslagern ermordet wurden. Für diese Familie wurden im Juni 2015 im Rahmen einer öffentlichen Feier fünf Stolpersteine verlegt. Die Finanzierung der Stolpersteinverlegung wurde ermöglicht durch von den Kindern gesammelten Spenden sowie den Verkauf von Kuchen und Pizzabrot an der Schule.

Sonderpreis der Securitas GmbH Sicherheitsdienste - 1.000,- €

MAXIME Berlin

Link zu: Internetauftritt des Projektes MAXIME Berlin auf der Homepage des Violence Prevention Network e. V.
Bild: Violence Prevention Network e. V.

Einrichtung: Violence Prevention Network e. V.
Kontakt:
Ansprechpartnerin: Frau Franziska Kreller
E-Mail: franziska.kreller@violence-prevention-network.de
Internet: www.violence-prevention-network.de

Das Projekt Maxime Berlin fördert mit seinen Maßnahmen die Dialogfähigkeit und Toleranz zwischen Menschen mit unterschiedlichem kulturellen und religiösen Hintergrund, den Abbau von Vorurteilen und Stereotypen, die Verhinderung von (weiterer) Desintegration und Radikalisierung, die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und die gesellschaftliche Teilhabe bei gefährdeten jungen Menschen.

Weitere Themenfelder des Projekts sind die Kompetenzerweiterung, die Aktivierung und Professionalisierung der Institutionen und der Mitarbeiter/innen von Polizei, Verwaltung, Schule und Jugendhilfe. Arbeits- und Tätigkeitsschwerpunkte von Maxime Berlin sind die Durchführung von Multiplikator/innen-Fortbildungen, Antigewalt- und Kompetenztrainings und Workshops zu den Themen interreligiöser und interkultureller Kompetenz sowie politischer Bildung.