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Das Islamforum Berlin

Gebet für ein friedliches Zusammenleben am 08. September 2006

Anlässlich des fünften Jahrestages der Anschläge in den USA vom September 2001 gedachten rund 40 Moscheegemeinden Berlins im Freitagsgebet am 8.9.06 der Opfer terroristischer Anschläge und widmeten die Feitagspredigt dem friedlichen Zusammenleben in der Stadt. Den Impuls für die Initiative hatte das 4. Berliner Islamforum gegeben.

In sechs Moscheen wohnten Berliner Politiker, hochrangige Vertreterinnen und Vertreter des Senats, christlicher Religionsgemeinschaften sowie der amerikanischen Botschaft gerne dem Gebet bei. Bemerkenswerterweise schlossen sich spontan eine große Anzahl der Moscheegemeinden und alle im Islamforum vertretenen islamischen Gemeinden der Initiative an. Das gemeinsame Gebet erfuhr in der Öffentlichkeit außerordentlich positive Resonanz.

„Die deutschlandweit beispiellose Initiative ist von muslimischen Gemeinden selbst ausgegangen“, schrieb die Berliner Zeitung.

„Beten für den Frieden. 10.000 Berliner Muslime gedenken beim Freitagsgebet der Opfer des 11. September 2001“, titelte die Berliner Morgenpost.

Auszug aus der Erklärung der Koordinatoren des Islamforums Berlin:

„Der 11. September hat in erschreckender Weise gezeigt, wie notwendig die aktive Auseinandersetzung mit dem Terrorismus und seinen gesellschaftlichen Grundlagen sowie die aktive Gestaltung von Kooperation und friedlichem Zusammenleben ist. Gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – dieser Herausforderung haben sich Muslime wie Nichtmuslime, religiöse Einrichtungen, staatliche Institutionen und Nichtregierungsorganisationen seit dem 11.9.2001 gestellt.

Terroranschläge sind niemals mit letzter Sicherheit auszuschließen. Verhindert werden kann aber, dass Terroristen ihr Ziel erreichen, die Gesellschaft zu polarisieren und zu spalten. Der gezielten Konfrontation setzt die demokratische Gesellschaft das aktive Bekenntnis zum gesellschaftlichen Zusammenhalt entgegen – dieser Antwort auf den 11.9. wird sich das Islamforum Berlin auch weiterhin verpflichtet fühlen.“