Stadtteilmütter in Neukölln

Gruppenbild der Stadtteilmütter/Integrationslotsinnen des Diakoniewerk Simeon gGmbH Neukölln
Bild: Stadtteilmütter Neukölln
Seit 2004 sind in Neukölln Mütter nichtdeutscher Herkunft zu Stadtteilmüttern geschult worden und als Brückenbauerinnen zwischen Familien mit Migrationshintergrund und Bildungseinrichtungen in Nord-Neukölln und Gropiusstadt tätig. Interessierte Familien werden in Hausbesuchen zu Themen der Erziehung, Bildung und Gesundheit informiert mit dem Ziel, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und sie an Angebote im Bezirk heranzuführen.

Dabei hat sich gezeigt, dass die Stadtteilmütter vielfältige Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die hilfreich in der Sensibilisierung und Unterstützung anderer Familien mit Migrationshintergrund sind. Das Prinzip „auf Augenhöhe“ und der aufsuchende muttersprachliche Ansatz öffnen viele Türen, die institutionellen Helferinnen und Herlfern verschlossen bleiben.

Die zwölf Stadtteilmütter im Landeslotsenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen nutzen diese Erfahrungen nun, um den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst bei der Ansprache von Migrantenfamilien mit Neugeborenen zu unterstützen, um diese über Themen der Säuglingspflege, Vorsorge, Frühförderung und familienunterstützende Angebote im Bezirk zu informieren und zur Inanspruchnahme dieser zu motivieren.

Die enge Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Familienzentren ermöglicht es den Stadtteilmüttern darüber hinaus, Familien mit Kindern bis zu 12 Jahren zu erziehungsrelevanten Themen anzusprechen und Erzieherinnen und Lehrkräfte in Elterngesprächen sprach- und kulturmittelnd zu unterstützen.