Berlins Integrationsbeauftragter Andreas Germershausen ruft zu Besuch von Moscheen auf - Am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, ist auch Tag der Offenen Moschee

Pressemitteilung vom 28.09.2018

„Religiosität – individuell, natürlich, normal“ – unter diesem Motto laden am kommenden Mittwoch bundesweit wieder hunderte Moscheen zum Tag der Offenen Moschee. Seit mehr als 20 Jahren gibt es diese Initiative, die unter der Schirmherrschaft des Koordinationsrats der Muslime (KRM) steht. Im KRM haben sich seit 2007 die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD), der Zentralrat der Muslime (ZMD) und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) zu einer Dachorganisation zusammengeschlossen.

Berlins Integrationsbeauftragter Andreas Germershausen ermuntert die Berlinerinnen und Berliner, die Gelegenheit zu nutzen und sich einmal bei den Muslimen im Kiez umzusehen:
„In Zeiten, in denen neue deutsch-nationale Hassprediger die Gesellschaft spalten wollen und versuchen Muslime auszugrenzen, ist es wichtig, sich nicht entlang von Religionsgrenzen auseinanderdividieren zu lassen. Ich freue mich, dass sich auch in Berlin wieder viele Moscheegemeinden öffnen und mit ihrem Engagement die gute Nachbarschaft stärken. Diese Initiative zeigt, dass Islamisches Gemeindeleben fest im Kiez verwurzelt ist. “

Die aktuellen Ereignisse, insbesondere in Chemnitz, verstärken bei vielen Muslimen das Gefühl, nicht als gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft anerkannt zu werden.
„Der Tag der Offenen Moschee“, so Andreas Germershausen, „kann dazu beitragen, das Vertrauen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen zu stärken und gegenseitige Vorurteile abzubauen. Ich bin froh, wenn islamische Gemeinden den Dialog suchen und Brücken bauen über alle Gräben hinweg. In vielen Stadtteilen haben sich Moscheegemeinden und islamische Vereine zu wichtigen Partnern in der sozialen Arbeit und im Dialog entwickelt. Ich möchte nur an die vielen Ehrenamtlichen erinnern, die sich in der Arbeit mit Geflüchteten ebenso engagieren wie in vielen anderen sozialen Bereichen.“

Wer also an Informationen aus erster Hand interessiert ist, der kann sich am 3. Oktober ein eigenes Bild von islamischem Leben „nebenan“ machen. Die Moscheen bieten u.a. Führungen, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Büchertische und Gespräche über die religiöse Alltagspraxis an. Häufig gibt es auch Tee und kulinarische Spezialitäten.

Eine Liste aller in Berlin und deutschlandweit teilnehmenden Moscheen der KRM-**Gemeinschaften veröffentlicht jedes Jahr der Koordinationsrat der Muslime auf seiner Internetseite unter:

http://www.tagderoffenenmoschee.de/

Die Datenbank wird bis zum 3. Oktober ständig aktualisiert. Das Suchergebnis ergibt aktuell alleine 30 Einträge für Berlin.