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„Menschenhandel –Situation, Rechte und Unterstützung in Deutschland“ Wanderausstellung in den Diensträumen des Integrationsbeauftragten zu sehen

Pressemitteilung vom 27.10.2015

„Menschenhandel –Situation, Rechte und Unterstützung in Deutschland“
Wanderausstellung in den Diensträumen des Integrationsbeauftragten zu sehen

Der Handel mit Menschen zum Zweck der Ausbeutung – in die Prostitution, in Arbeitsverhältnisse, in die Ehe – stellt eine fundamentales Menschenrechtsverletzung dar. Die Täter und Täterinnen nutzen aus, dass viele Menschen migrieren wollen und müssen, um ihre Existenz und häufig die ihrer Familien zu sichern. In den wohlhabenderen Zielländern herrscht wiederum eine große Nachfrage nach billigen Arbeitskräften, aber auch nach Ehefrauen und Prostituierten, die vermeintlich bestimmten Klischees entsprechen. Menschenhandel gibt es auch in Deutschland: Auch in Berlin werden Menschen z.B. auf Baustellen oder in der Prostitution ausgebeutet.
Das Büro des Integrationsbeauftragten liegt ganz in der Nähe des Leipziger Platzes und der Kurfürstenstraße – Orte, die wegen sexueller Ausbeutung bzw. Ausbeutung der Arbeitskraft immer wieder in der Diskussion sind. Auf Initiative von „IN VIA Katholischer Verband für Mädchen und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin e.V.“, einer Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel, ist dort derzeit eine Wanderausstellung zu sehen, die der Verein zusammen mit dem KOK, dem bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel, zusammengestellt hat. Es geht in ihr um die Themen Menschenhandel und Ausbeutung, die Rechte der Betroffenen und die Unterstützungsstruktur in Deutschland.

„Menschenhandel und die damit verbundene Ausbeutung stützen sich auf oft gut vernetzte Täterstrukturen“, betont Andreas Germershausen, Berlins Beauftragter für Integration und Migration. „Die Betroffenen leben zumeist in gesellschaftlicher Isolation. Unter ihnen sind viele Frauen aber auch Männer mit Migrationshintergrund; nicht selten ohne gute Sprachkenntnisse, die oft ihre Rechte nicht kennen oder es aufgrund ihrer prekären Lebenssituation und aus Angst vor Repressalien der Täter häufig nicht wagen, nach Unterstützung und Hilfe zu suchen. Daher ist es meist so schwer, sie mit Hilfs- und Unterstützungsangeboten zu erreichen.“

Auch das thematisiert die Ausstellung. Welche Auswege gibt es aus Menschenhandel und den damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen?
In der Ausstellung können auch Interviews mit Betroffenen angehört werden, die ein sehr gutes Bild vermitteln über die Zwangslage, in der sich die Betroffenen befinden.

Die Bekämpfung des Menschenhandels ist ein wichtiges Anliegen der Berliner Landespolitik. Für Betroffene stehen in der Stadt unterschiedliche Beratungsstellen und Unterstützungsangebote zur Verfügung. In der Fachkommission Menschenhandel – angesiedelt bei der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen – arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, der Strafverfolgungsbehörden und Beratungs- und Zufluchtseinrichtung gemeinsam an einer Effektivierung der Strafverfolgung und Verbesserung der Situation der Betroffenen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.berlin.de/sen/frauen/keine-gewalt/menschenhandel/artikel.21897.php..

Die Wanderausstellung „Menschenhandel –Situation, Rechte und Unterstützung in Deutschland“ ist noch bis zum 6.November 2015 zu sehen in den Diensträumen des Integrationsbeauftragten, Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin
Der Eintritt ist frei..

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Do von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Fr von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr