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Senat verstärkt die Zusammenarbeit mit Migrant*innenorganisationen: Gemeinsam die Impfquote erhöhen

Die Landesregierung setzt alles daran, die Impfbereitschaft aller Berlinerinnen und Berliner zu erhöhen. Aus diesem Anlass kamen am Mittwoch die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey, die Integrationssenatorin Katja Kipping und die Beauftragte für Integration und Migration Katarina Niewiedzial per Videokonferenz zu einem Austauschtreffen mit diversen Akteurinnen und Akteuren zusammen, die in der Pandemiebekämpfung aktiv waren. Das Spektrum der Teilnehmenden umfasste Migrant*innenorganisationen, Träger der Integrationslots*innenprogramms, Vertreterinnen und Vertreter von Religionsgemeinschaften, muslimischen Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Stadtteilzentren, der Berliner Verwaltung sowie von Botschaften. Das Treffen diente der Rückmeldung von Erfahrungen und einem Austausch über das weitere gemeinsame Vorgehen.

Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin:
„Dieser wertvolle Austausch bestärkt uns, das aufsuchende Impfen voranzubringen, in die Kieze mit schwierigen sozialen Lagen und auch in die Communities zu gehen. Das geht nur mit viel Aufklärungs- und Informationsarbeit in verschiedenen Sprachen durch Vertrauenspersonen vor Ort. Wir müssen Hemmschwellen abbauen und durch direkte Ansprache auch Falschinformationen über die Impfung entgegenwirken. Alle Informationen müssen dabei verständlich und kultursensibel sein. Multiplikatoren und auch mehr Ärzte mit Migrationsgeschichte, die besonderes Vertrauen genießen, sind für diese Arbeit unerlässlich. Wir müssen in dieser akuten Lage sehr zügig vorangehen, um schnell viele weitere Berlinerinnen und Berliner zu erreichen. Ich bin optimistisch, dass wir das gemeinsam schaffen.“

Katja Kipping, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales:
„Der Pieks muss dahin, wo die Menschen sind. Deswegen werben wir für aufsuchendes Impfen. Das kann der Möbelmarkt in Lichtenberg genauso sein wie der Kulturverein oder Orte der Religionsgemeinschaften der Stadt, die von vielen Menschen besucht werden. Die Migrant*innenorganisationen haben die Pandemiebekämpfung mit ihrer Expertise und ihren Räumlichkeiten unterstützt. Sie haben dabei mit der Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration, Katarina Niewiedzial, eng und gewinnbringend zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit soll auch im dritten Jahr der Pandemie weiterentwickelt werden. Das heutige Treffen diente der Rückmeldung von Erfahrungen, die in diese Arbeit einfließen werden.“

Katarina Niewiedzial, Beauftragte für Integration und Migration:
„Die migrantischen und muslimischen Vereine sind seit 2020 ganz wichtige und zuverlässige Partner zur Eindämmung der Pandemie. Sie leisten großartige Arbeit, häufig ehrenamtlich und mit sehr eingeschränkten Ressourcen. Die Vereine haben übersetzt, erklärt und beraten. Sie haben Eltern und Kindern im Homeschooling geholfen, zu Coronahilfen informiert, Verordnungen und Gesetze erklärt und für das Testen und Impfen geworben. Ich freue mich, dass wir heute mit vielen Anregungen aus unserem Treffen gehen. Ich werde die Umsetzung weiterhin an der Schnittstelle zwischen Migrant*innenorganisationen und der Gesundheitsverwaltung begleiten.“

Ergebnisse des gemeinsamen Austausches:
  • Impfangebote an vertrauten Orten in den Kiezen: Stadtteilzentren und Begegnungsorte, z.B. Pallasstraße in Schöneberg, Soldiner Kiez in Gesundbrunnen, Global Village in Neukölln, vor Supermärkten und Moscheegemeinden
  • Angebote für Pendler aus dem Ausland
  • Ausweitung der mehrsprachigen und kulturell diversen Ärzteteams bei den Impfaktionen
  • Erweiterung mehrsprachiger Informationen zum Impfen in einfacher und verständlicher Sprache
  • Informationen zur Impfung bei muslimischen Freitagsgebeten
  • Weiterführung des gemeinsamen Austausches