Landesfamilienkasse - Häufige Fragen

Ausbildungsplatzsuche

Welche Nachweise sind vorzulegen?

Die Berücksichtigung als Kind ohne Ausbildungsplatz hängt davon ab, ob es dem Kind trotz ernsthafter Bemühungen nicht gelungen ist, eine Ausbildung für einen Beruf zu beginnen oder fortzusetzen.

Die Familienkasse muss sich vom Kindergeldberechtigten belegen lassen, dass sich das Kind tatsächlich ernsthaft um einen Ausbildungsplatz bemüht. Dies geschieht in der Regel durch geeignete Unterlagen. Diese sind z.B.

  • Schriftliche Bewerbungen unmittelbar bei Schulen, Universitäten oder bei Ausbildungsstellen; ergänzt durch Eingangsbestätigungen, Absagen, Einladungen zu Vorstellungsgesprächen etc. durch die Ausbildungsbetriebe
  • Ist eine Bewerbung noch nicht möglich, weil z.B. das Bewerbungsverfahren bei der Stiftung für Hochschulzulassung für das nächste Semester noch nicht eröffnet wurde, reicht auch zunächst eine schriftliche Erklärung des Kindes aus, dass es sich zum nächstmöglichen Zeitpunkt bewerben will.
  • Bescheinigung einer Agentur für Arbeit über die Registrierung als “Ratsuchender” oder “Ausbildungsplatzsuchender”

Die Willenserklärung des Kindes muss spätestens im Folgemonat des letzten Anspruchsmonats in der Familienkasse eingehen.

Beispiele:

  1. Ihr Kind wird bis zum 31.07. auf Grund der Schulausbildung berücksichtigt: die Willenserklärung zur Bewerbung um einen Studien- oder Ausbildungsplatz muss spätestens im August bei der Familienkasse eingehen.
  2. Hat sich Ihr Kind bereits um einen Studienplatz beworben und einen Ablehnungsbescheid erhalten, muss die Willenserklärung, sich zum nächstmöglichen Zeitpunkt um einen Studienplatz zu bewerben, im Folgemonat nach Ausstellung des Ablehnungsbescheides der Universität/Hochschule bei der Familienkasse eingehen (liegt das Ausstellungsdatum des Ablehnungsbescheides z.B. im Monat August, so muss die Absichtserklärung Ihres Kindes spätestens im Monat September bei der Familienkasse eingegangen sein.).

Geht die Absichtserklärung Ihres Kindes nicht rechtzeitig ein, muss das Kindergeld für jeden Monat, der zwischen der Erstellung des Ablehnungsbescheides und des Eingangs der Absichtserklärung Ihres Kindes bei der Familienkasse liegt, zurückgefordert werden.