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Zwei deutsche Architekturen 1949–1989

Eine Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Kooperation mit der LEG Thüringen, der Obersten Denkmalschutzbehörde und dem Landesdenkmalamt Berlin.
 
Karl-Marx-Allee zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz
Bild: Wolfgang Bittner

























Gemeinsam arbeiten derzeit Politik und Verwaltung des Landes Berlins mit engagierten Bürgervereinen und Expertinnen und Experten daran, die Karl-Marx-Allee I. + II. Bauabschnitt sowie die Interbau 1957 unter dem Titel „Berlin Ost West Ost/ Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne“ zum UNESCO-Welterbe zu qualifizieren. Als Highlight ist es 2021  gelungen, die Tourneeausstellung „Zwei Deutsche Architekturen 1949–1989“ erneut nach Berlin zu holen und erstmals vollumfänglich zu präsentieren.
 
Die 2004 konzipierte Ausstellung zeigt eine Zusammenschau der Architekturleistungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik – ein für das vereinte Deutschland einmaliges Projekt, das weltweit in 26 Städten gezeigt wurde.
 
In die Ausstellung fließen die Ergebnisse einer mehrjährigen Forschungsarbeit am Fachbereich Architektur der Hochschule für bildende Künste Hamburg ein, an der sich neben den Kuratoren Simone Hain und Hartmut Frank auch zahlreiche Studierende mit ihren Arbeiten und Modellen beteiligt haben. Der Fokus liegt nicht auf den politischen und ideologischen Intentionen der Bauherren, sondern auf der architektonischen Qualität der vorgestellten Bauwerke.
 
Im Haus der Statistik können Besucherinnen und Besucher anhand zahlreicher Modelle, Fotografien und Pläne die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Architektur von Ost und West nachvollziehen. Den Ausgangspunkt der Ausstellung bilden Debatten und Auseinandersetzungen, die – von wenigen Ausnahmen abgesehen – zeitgleich innerhalb der Architektenschaft auf beiden Seiten der Mauer und in den europäischen Nachbarländern geführt wurden. Zehn solcher Diskurse, u.a. über Fragen des Wohnens, der Stadterneuerung und über das Verhältnis von Tradition zu Innovation werden anhand von Bauten und Projekten vorgestellt.
 
Den Diskursen sind gebaute Architekturen gegenübergestellt, von denen etwa ein Drittel aus der ehemaligen DDR und zwei Drittel aus der Bundesrepublik stammen. Die Ausstellung versucht durch Offenlegung großenteils unbekannten Materials aus ost- und westdeutschen Archiven zum Vergleich und zur Diskussion anzuregen. Auf diese Weise soll der Diskurs zum Welterbevorschlag weiter gefördert werden.
 
14. Juli bis 22. August 2021 (wegen der großen Nachfrage verlängert bis 12. September)
Mittwoch bis Sonntag 13–19 Uhr
Eintritt frei
Barrierefrei
 
Haus der Statistik
Otto-Braun-Straße 70/72 – Haus D
10178 Berlin