Grußwort des Senators

Porträt Lederer Senator
Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa
Bild: Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Herzlich Willkommen zum Tag des offenen Denkmals 2019

Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen der Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren und überhaupt der Moderne. Zu Berlin passt das Thema Moderne wie kaum ein anderes – hier fuhr die erste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent, von hier ging die Elektrifizierung der Städte aus. Für die künstlerische Avantgarde war – und ist – Berlin die Stadt, auf die es ankommt.

Und modern bauten natürlich auch die Architektinnen und Architekten und machten aus Berlin immer wieder ein Zentrum der verschiedenen modernen Strömungen: Gartenstadtbewegung, Klassische Moderne, Expressionismus, Internationale Moderne, Ostmoderne, Brutalismus, Ökomoderne, Postmoderne, Technomoderne … – für alle diese Modernen findet man hochkarätige Beispiele in Berlin. Kein Wunder, dass Architekturinteressierte aus der ganzen Welt anreisen, um hier moderne Baukunst in all ihren Facetten betrachten und bewundern zu können.

Die Berliner Denkmalpflege hat in den letzten Jahren Meilensteine der Moderne unter Denkmalschutz gestellt: das Nikolaiviertel in Berlin-Mitte (1983–87), zahlreiche U-Bahnhöfe der Nachkriegszeit, das Haus des Reisens (1969–71) und des Berliner Verlags (1970–73), die Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße (1973–80), das Pallasseum (1974–77), den Flughafen Tegel (1965–79) und die Anlagen der Internationalen Bauausstellung in Westberlin von 1987. Dass sich unser Denkmalprofil auch für die jüngste Vergangenheit öffnet, finde ich großartig.

Im Programm für den Tag des offenen Denkmals 2019 sind die verschiedenen Modernen gut vertreten – beste Gelegenheit sich davon zu überzeugen, dass ein Baudenkmal auch ohne Stuck und Zierrat einfach „wow“ sein kann. Mein herzlicher Dank gilt allen, die zum Tag des offenen Denkmals ihre Denkmal-Tore öffnen und uns ein Wochenende voller Einblicke ermöglichen.

Dr. Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa