Inhaltsspalte

Denkmaldatenbank

Friedrich-Wilhelmstädtische-Apotheke

Obj.-Dok.-Nr.: 09095894
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Luisenstraße
Hausnummer: 19
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Mietshaus
Datierung: 1827-1828
Umbau: 1854?
Umbau: 1957?
Bauherr: Jüngcken, Christian Johann (Prof. Dr. med.)

Die Nutzungsgeschichte des Wohnhauses Luisenstraße 19, hängt mit der unmittelbaren Nähe der Charité zusammen. Der bekannte Chirurg und Augenarzt Christian Johann Jüngken, der 40 Jahre lang die neu gegründete Augenklinik der Charité leitete, ließ das Wohnhaus 1827-28 bauen. (1) 1833 übernahm es der Apotheker Wallmüller und richtete im Erdgeschoss eine Apotheke ein. In der Zusammenschau mit der Nachbarfassade wird deutlich, dass sich hier der ursprüngliche Charakter der Bauzeit weitgehend erhalten hat. Hierzu gehören besonders die Kreuzteilung der Fenster, das Haustor, die Fensterfaschen und die Konsolen am Hauptgesims. Der vergrößerte Fensterabstand der Achse über dem Portal sorgt für eine Betonung der Mittelachse. Bei der Reparatur von Kriegsschäden 1958 verzichtete man auf die Wiederherstellung eines Balkons über der Durchfahrt und auf den Fugenschnitt der Putzfläche. Zu einer großzügigen Raumbildung trägt die von vier schlanken hölzernen Säulen getragene dreiläufige Holztreppe um ein fast quadratisches Treppenauge bei.


(1) Christian Johannes Jünken (1793-1875) war der Lehrer des bekannten Augenarztes Albrecht von Graefe (1828-1870).

Literatur:
  • Dehio, Berlin und Potsdam, 1983 / Seite 70
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite 318f.
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 593 f.