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Denkmaldatenbank

Postamt NW 7

Obj.-Dok.-Nr.: 09080395
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Dorotheenstraße
Hausnummer: 62 & 64 & 66
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Post
Datierung: 1905-1906
Umbau: 1911
Umbau: 1930
Entwurf: Hoffmann, Willy (Architekt)
Bauherr: Oberpostdirektion

Im weiteren Verlauf der Dorotheenstraße hat das Postgebäude Dorotheenstraße 62/66, das 1905-06 als Postamt NW 7 erbaut wurde, eine prägnante stadträumliche Wirkung. Der Architekt ist unbekannt, aber ein Vergleich mit dem Postamt Französische Straße 9-12 lässt vermuten, dass dessen Architekt, Postbauinspektor Wilhelm Walter, auch für dieses Projekt verantwortlich war. Die Schalterhalle wurde 1930 nach Plänen von Willy Hoffmann umgebaut. (1)

Der viergeschossige, symmetrisch aufgebaute Backsteinbau mit Giebeln, hohem Walmdach und seitlichem Annex mit Tordurchfahrt ist in Neorenaissanceformen mit Ziergliedern in Werkstein ausgeführt. Die übergiebelten Seitenrisalite mit Treppenhauserkern, das mittlere Säulenportal mit Balkon und die unterschiedlich geformten Fenster verleihen der Fassade eine malerische Wirkung, die typisch war für die Postbauten des späten 19. Jahrhunderts. Eine deutlich sachlichere Gestaltung haben dagegen die Klinkerfassaden im Hof.


(1) Vgl. o.V.: Umbau der Schalterhalle des Postamts Berlin NW 7, in: Zentralblatt der Bauverwaltung 50 (1930), S. 750-752.

Literatur:
  • N.N./ Umbau der Schalterhalle des Postamts Berlin NW 7 in
    Zentralblatt der Bauverwaltung 50 (1930) / Seite 750ff.
  • Gnewuch, Gerd/Roth, Kurt/ Aus der Berliner Postgeschichte, Berlin 1975 / Seite 187
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite 198f.
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 299