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Uraufführung: Erdbeerwochen

Erdbeerwochen
Erdbeerwochen
Foto: Amina Gusner
Text/Regie: Amina Gusner
Spiel: Lea Sophia Geier, Nina Kronjäger, Inga Wolff
Ausstattung: Inken Gusner
Bühnenbildass.: Norbert Bellen
Regieass.: Leonie Venzau
Kamera: Florian Lampersberger

Der Abend ist ein Assoziations-Puzzle in Rot und Weiß.
Ums Bluten geht’s, etwas, das in allen Horror­filmen, Kriegs­filmen, Zombi­filmen, Kranken­haus­serien so geliebt wird. Aber in dem Projekt ist die Rede von der weib­lichen Regel, die Frauen je nach Religion und Gesell­schaft UNREIN macht und selbst in der modernen west­lichen Welt, in der ach so sexuell aufgeklärten Zeit, wird die Menstrua­tion tabuisiert bzw. stigmatisiert.

Bilder von Gewalt und Pornografie schockieren nieman­den, aber das Bild einer menstruieren­den Frau mit Scham­haar bringt die Menge zum Durch­drehen vor Empörung. Es gibt so viel, was bei einer Frau besser verschwie­gen wird und was Tabu ist. So wenig man darüber wissen will, wann eine Frau blutet, so wenig will man darüber wissen, wann sie damit aufhört. Wechsel­jahre. Peinlich. Während der Mann reift, verfällt die Frau oder „vertrocknet“.

Me Too hat mit der Sexismus­debatte und dem Macht­miss­brauch in Hollywood den Ball ins Rollen gebracht. Der Ball rollt weiter, er rollt durch die eigenen Bio­grafien und nichts ist mehr wie es war. Jeder und Jede sind davon betroffen, die Sache mit dem struk­turellen Sexis­mus wird erkenn­bar in unser aller Leben. Was früher „normal“ war, ist heute sexistisch.

Aus Interviewprotokollen entsteht ein Theater­stück, das sich thema­tisch mit dem Erleben der „Erdbeer­wochen“, „Tante Rosa zu Besuch“ oder wie die Monats­blutung noch genannt wird, beschäftigt. Davon ausgehend werden Erzähl­stränge und Themen­fäden ausgerollt: Der Über­gang vom Kind zur Frau, bis hin zum Aufhören des Blutens in den Wechsel­jahren. Erzählt wird das Erleben des weib­lichen Körpers und all seiner merk­würdigen Verände­rungen.

Drei Schauspielerinnen zeigen in einem Splitter­werk aus Mini­dramen, Monologen und Dia­lo­gen typische Situationen aus dem Leben von Frauen und Mädchen.
Bilderwelten, Mythen, auf Gaze projizierte Filme, die sich auch auf den Kostü­men der Spieler­innen abbilden, erweitern das Bild – die Vergangen­heit ist in uns. Blüten­weiße Hoch­zeits­kleider, blutige Laken im Wind, die jung­fräu­liche Braut, ein Frauen­körper auf weißen Fliesen.

Eintrittspreise: 12,- / 8,- € (ermäßigt für Studenten, Azubis, Arbeitslose); 5,- € (Schülersonderticket mit Schülerausweis I und berlinpass-Inhaber)

Reservierung unter https://theateruntermdach-berlin.de/?page_id=116 oder per
Wenn diese von uns rückbestätigt wurde, liegt die Karte an der Abendkasse (öffnet 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn) bereit.

Kategorien: Bühnen, Filme, Tanz, Theater, Kunst, Kultur

Bezirk: Pankow (Prenzlauer Berg, Weißensee)

Veranstaltungsort

Theater unterm Dach
Haus 103
Danziger Straße 101
10405 Berlin
Tel: (030) 90295-3817

Veranstalter

Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur
Danziger Straße 101
10405 Berlin

Nächste Termine

  • 28.10.2021 um 20:00 Uhr
  • 29.10.2021 um 20:00 Uhr

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