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schrecklich schön. Elefant – Mensch – Elfenbein

Key Visual schrecklich schön
Key Visual schrecklich schön
Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss; Getty Images / Parimal Bansode; bpk / Museum für Asiatische Kunst, SMB / Ute Franz-Scarciglia; bpk / Museum für
Die Geschichte des Elfenbeins ist zugleich eine Geschichte der Menschheit. Schon vor 40.000 Jahren schufen Menschen Objekte aus den Stoßzähnen des Mammuts. Die Wertschätzung des Elfenbeins zieht sich durch viele Kulturen verschiedener Kontinente und über Jahrtausende bis heute. Die Stoßzähne selbst und daraus gefertigte Gegenstände waren stets Objekt menschlicher Begierde und damit Geschenk, Handelsware – und Raubgut.

Den Träger des kostbaren Stoffes hat dieses Begehren zur bedrohten Art gemacht, ist doch zur Gewinnung der Tod des Elefanten nötig. Die Ausstellung betrachtet diese spannungsvolle Verbindung von Elefant, Mensch und Elfenbein.

Ihre welt- und epochenumspannende Erzählung führt vom Kleinen ins Große: vom Elfenbeinfragment über das Motiv des Stoßzahns bis hin zum ganzen Tier. Sie verbindet die kulturelle Bedeutung des Elfenbeins mit naturkundlichen Aspekten und den sozialen und ökologischen Folgen seiner Verwendung.

Über 200 Exponate aus weltweit renommierten Museen wie dem British Museum in London, dem Museum für Angewandte Kunst in Wien, dem Rijksmuseum Amsterdam und dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg wurden zusammengetragen.

schrecklich schön präsentiert das Verhältnis Elefant – Mensch – Elfenbein auf ungewöhnliche Weise und mit einer großen Bandbreite an Perspektiven: vom Werkstoff und seiner Bearbeitung über das Motiv des Stoßzahns in seiner kolonialen Konnotation, von der Verwendung des Elfenbeins in Medizin und seiner Verbindung zu Schönheitsidealen über seine Rolle als Kultiviertheitssymbol, vom Elefanten als Repräsentant von Macht, Gegenstand der Jagd und als zu schützende Tierart, von seinem Verständnis als wichtiges Bindeglied im Kreislauf der Natur und als Sinnträger in Religion, Mythos und künstlerischer Reflexion.

Ein besonderes Ausstellungselement ist Voices of Ivory: Die Installation lässt unterschiedliche Expert*innen, Naturschützer*innen, Zollbeamt*innen und Elfenbeinsammler*innen zu Wort kommen. Die teils kontroversen Statements schaffen ein Forum verschiedener Haltungen und vielstimmiger Sichtweisen und setzen das Thema in ethische, globale und politische Zusammenhänge.
Wie kann ein biologischer Rohstoff, dessen Gewinnung mit zum Teil drastischen Konsequenzen für Tier und Mensch verbunden war und ist, überhaupt museal präsentiert werden? Auch das fragt die Ausstellung. Mit der modellhaften Präsentation entwickelt sie einen neuen Typ Museum mit, das alles andere ist als ein „Elfenbeinturm“: ein Ort der Konversation und Vernetzung. Die Schau ist damit auch eine Ausstellung über die Möglichkeiten des Ausstellungsmachens.

Die Ausstellung ist Teil eines Programmclusters, der aus einem Vermittlungs- und Bildungsprogramm, einer Diskurs- und einer Filmreihe, sowie einem Thementag besteht.

Das Bildungs- und Vermittlungsprogramm schrecklich schön startet am 1. September 2021.

Buchungen sind voraussichtlich ab Mitte August möglich.
Die Angebote für Gruppen können in deutscher und englischer Sprache, auf Anfrage auch in weiteren Sprachen gebucht werden.


Kategorien: Bildung, Schule, Ausstellungen, Bühnen, Filme

Bezirk: Mitte (Wedding, Tiergarten, Mitte)

Veranstaltungsort

Humboldt Forum
Schlossplatz
10178 Berlin

Veranstalter

Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss
Schlossplatz
10178 Berlin

Nächste Termine

  • 29.09.2021 um 10:00 - 20:00 Uhr
  • 30.09.2021 um 10:00 - 20:00 Uhr
  • 01.10.2021 um 10:00 - 22:00 Uhr
  • 02.10.2021 um 10:00 - 22:00 Uhr
  • 03.10.2021 um 10:00 - 20:00 Uhr

Weitere Informationen

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