Inhaltsspalte

Gegenentwürfe - Prenzlauer Berg vor, während und nach dem Mauerfall

Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung
Foto: Museum Pankow
Da die Anzahl der Besucher:innen corona­bedingt begrenzt ist, ist es notwendig, dass Sie ein Zeit­fenster für Ihren Besuch buchen. Führungen für Gruppen und Schul­­klassen sind leider zur Zeit noch nicht möglich.

Wir bitten um Verständnis für diese Maß­nahmen. Sie dienen Ihrer persön­lichen Sicher­­heit und der unserer Mitarbeiter:innen.

>>> Zeitfensterbuchung für Ihren Besuch im Museum Pankow unter https://www.supersaas.de/schedule/Museum_Pankow/Terminbuchung


Über die Ausstellung:
Die Wiedervereinigung Deutschlands gestaltete sich als ein langer und schwieriger Prozess. Zwei völlig gegen­sätzliche System mussten vereint, der gewaltige Investitions­stau in den neuen Bundes­ländern ange­gangen und Unrecht auf­gearbeitet werden. Vor allem für das Gebiet der ehe­maligen DDR bedeutete das eine fundamentale Um­gestaltung der bis­herigen Strukturen. Dies hatte auch Folgen für das Leben und Wirken seiner Bewohner, die vor der Heraus­forderung standen sich der neuen Zeit anzupassen.

Dieser Transfor­mations­prozess lässt sich an keinem anderen Ort in Deutschland so exempla­risch darstellen, wie anhand des Berliner Stadtteils Prenzlauer Berg. Hier entstand seit den 1970er Jahren eine facetten­reiche Gegen­kultur mitten in der DDR. An diesem Ort erdachten, erprobten und lebten Oppositio­nelle und Unange­passte ihre Vorstellungen, ihre Gegen­ent­würfe zum herr­schen­den realen Sozialis­mus. In Prenzlauer Berg agierten namhafte Prota­go­nisten und wichtige Gruppen der DDR-Opposition. Hier lagen zentrale Orte der Fried­lichen Revo­lution des Jahres 1989: die Gethsemane­kirche und der Grenz­übergang Bornholmer Straße.

Die Gruppen diskutierten kontroverse Themen wie Mit­bestimmung, Stadt­sanierung, Erziehung, Umwelt­schutz, Wirtschafts­system und soziale Verant­wortung. Themen, die auch nach dem Mauer­fall diskutiert ihre soziale Spreng­kraft behielten.

Die Dauer­ausstellung „Gegen­entwürfe“ des Museums Pankow verfolgt die Entwick­lungen und Themen über die Epochen­wende von 1989/90 hinweg und unter­sucht die Kontinuitäten und Brüche im Osten Deutsch­lands am konkreten Beispiel von sieben Orten in Prenzlauer Berg:
• Opposition im Sozialismus (Gethsemanekirche)
• Freiraum nutzen (Rykestraße und Kollwitzplatz)
• Wirtschaft und Alltag (Der VEB Treff­modelle Greifswalder Straße 212)
• Macht und Ohn­macht (Der Rat des Stadt­bezirks und das Bezirksamt Prenzlauer Berg in der Fröbelstraße)
• Die Häuser, die Menschen und der Wandel (Helmholtzplatz)
• Sozialistische Stadt­planung (Ernst-Thälmann-Park).

Die Ausstellung wurde konzipiert und betreut vom Museum Pankow, Amt für Weiter­bildung und Kultur, in Koope­ration mit dem Berliner Geschichts­verein Nord-Ost e.V. und der Ausstellungs­agentur exhibeo sowie mit freund­licher Unterstützung durch die Bundes­stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Bezirks­kultur­fonds und der Robert-Havemann-Gesell­schaft

Kategorien: Ausstellungen, Politik, Bürgerservice, Bildung, Schule

Bezirk: Pankow (Prenzlauer Berg, Weißensee)

Veranstaltungsort

Museum Pankow - Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
Prenzlauer Allee 227/228
10405 Berlin
Tel: (030) 90295-3917

Veranstalter

Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Museum
Danziger Straße 101
10405 Berlin

Kontakt

E-Mail

Weitere Informationen

Homepage

Zurück zur Suche