Konzert "Wir hatten keine Waffen - Wir hatten nur Lieder; 30 Jahre Singende Revolution - 30 Jahre Friedliche Revolution"

Anlässlich des Themenjahres „30 Jahre Friedliche Revolution in Pankow“ würdigt der Fachbereich Musikschule des Amtes für Weiterbildung und Kultur in Kooperation mit der Lettischen Kulturgemeinschaft, der Lettischen Botschaft und dem Kulturring Berlin e.V. die „Friedliche Revolution“ in der DDR und die – bei uns leider weniger bekannte – „Singende Revolution“ im Baltikum bei einem gemeinsamen Konzertabend in der WABE. Vor dem Konzert wird die Botschafterin der Republik Lettland, I. E. Inga Skujiņa zum Publikum sprechen.

Singende Revolution

Am 23. August 1989, dem 50. Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes, demonstrierten zwei Millionen Esten, Letten und Litauer ihren Freiheitswillen, indem sie sich zu der größten Menschenkette der Geschichte auf 600 Kilometern von Estland über Lettland bis Litauen zusammenschlossen (dem so genannten “Baltischen Weg“) und von den sowjetischen Besatzern die Wiederherstellung der staatlichen Souveränität ihrer Länder verlangten. Mit ihrem gewaltfreien Protest leistete der „Baltische Weg“ einen wichtigen Beitrag zu den Umbrüchen in Europa, die letztlich auch den Fall der Mauer und die deutsche Wiedervereinigung kurze Zeit darauf ermöglichten.

Die Unabhängigkeitsbewegung in den Baltischen Staaten (zwischen 1987 und 1991) ist als „Singende Revolution“ in die Geschichte eingegangen. Während dieser Zeit wurden Lieder weitverbreitet verwendet, um die nationale Identität zu bewahren und Unabhängigkeitsbewegungen in den drei Ländern zu mobilisieren. Unter der sowjetischen Besatzung durften die Volkslieder „Dainas“ nicht gesungen werden, doch heimlich organisierte Sängerfeste schweißten die Bevölkerung noch enger zusammen. Singend gingen Hunderttausende Menschen auf die Straße, um ihren Wunsch nach kultureller und nationaler Eigenständigkeit zu bekunden.

Konzertprogramm

Beim Konzert am Abend des 20. November 2019, der zugleich auch „101. Geburtstag“ Lettlands ist, werden beide Revolutionen auf künstlerisch-musikalische Weise in Bezug und Dialog gebracht.

Im ersten Teil des Konzerts interpretieren lettische Künstlerinnen und Künstler – Monta Wermann (Geige, Komposition und Moderation des Abends) und Vizma Zvaigzne (Gesang), begleitet vom Pianisten Volker Jäckel – seinerzeit verbotene Werke und Lieder. Im zweiten Teil wird der Musiker und Autor André Herzberg (Rockband Pankow, „Rebell des Ostrocks“) einen Gastauftritt mit einigen seiner Lieder haben. Im dritten Teil des Konzerts schlägt das internationale Programm des A capella Chores JazzVocals zusammen mit Meta Friedrich eine Brücke in die Gegenwart.


Veranstalter

Lettische Kinder und Kulturgemeinschaft in Berlin e.V., Botschaft der Republik Lettland in der Bundesrepublik Deutschland, Kulturring Berlin e.V. in Kooperation mit Musikschule Béla Bartok und weiteren Partnern


Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten in der WABE wird um vorherige Anmeldung über das Onlinesystem der WABE gebeten.
Weitere Informationen: www.wabe-berlin.info/ www.berlin.de/musikschule-pankow

Bezirk: Pankow (Prenzlauer Berg, Weißensee)

Veranstaltungsort

WABE
Danziger Straße 101
10405 Berlin

Veranstalter

WABE Berlin
Danziger Str. 101
10405 Berlin

Termin

  • 20.11.2019 um 19:00 - 22:00 Uhr

Weitere Informationen

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