Umgrenztes Europa, unbegrenzte Ausbeutung - Ökonomien der Flucht und Migration

Stacheldrahtzäune, Frontex, Push-Backs - die Festung Europa existiert nicht nur metaphorisch gesprochen, sondern ganz klar auch in der physischen sowie juristischen Realität. Jahr für Jahr erreichen trotzdem tausende von Menschen unter Einsatz ihres Lebens Europa.

In diesem 2-tägigen Seminar für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 wollen wir uns ansehen, wie das Grenzregime Europa einerseits mit aller Gewalt versucht, die weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen vor seinen Außengrenzen aufzuhalten. Andererseits profitieren viele nationale Ökonomien davon, dass es zunehmend Menschen in Europa gibt, die illegalisiert werden und trotzdem arbeiten müssen. So werden diese Menschen jenseits aller geltenden Arbeitsrechtsbestimmungen grenzenlos ausgebeutet. Welche Mechanismen greifen also, wenn von einem "Grenzregime" gesprochen wird? Geht es wirklich um die komplette Abschottung? Oder sind die Grenzen für "Arbeitskräfte zweiter Klasse" doch offen, so lang sie sich nicht organisieren und ihre Familien mitbringen?

Diese Fragen sollen an konkreten Beispielen diskutiert und dabei auch die besondere Frage nach der Geschlechterperspektive gestellt werden. Zudem werden Aktivist*innen zu Gast sein, die von ihrer Arbeit bei "Volunteers for Lesvos" berichten und mitteilen, was aus ihrer Sicht konkret an den Grenzen der Festung Europa getan werden kann.

Ablaufplan:

Samstag
10:00 Uhr
Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema:
Wie hängen Migration, Flucht und Arbeit zusammen? Gruppen- und Textarbeit

13:00 Uhr -14:00 Uhr
Mittagspause

14:00 Uhr
Konkrete Beispiele aus Deutschland und Italien: Wie funktionieren illegalisierte Arbeitsmärkte, welche Logik steckt dahinter und welche Rolle spielt darin Geschlecht? Gruppenarbeit

16:00
Sexarbeit und Menschenhandel: Liegt diese "Schatten"ökonomie wirklich so im Dunkeln? Textarbeit

18:00 Uhr
Seminarende

Sonntag
10:00 Uhr
Die Festung Europa - wie wird die Abschottung Europas organisiert? Die militärischen, juristischen, bürokratischen und ökonomischen Kontrollmechanismen. Gruppenarbeit

13:00 Uhr -14:00 Uhr
Mittagspause

14:00 Uhr
Was tun? Welche widerständigen Perspektiven des Handelns gibt es? Gruppenarbeit

15:00 Uhr
Gespräch: Aktivist*innen von "Volunteers for Lesvos" berichten von ihrer Arbeit auf der Insel Lesbos, die für viele Geflüchtete zur vorzeitigen Endstation ihrer Flucht geworden ist.


Es wird um Anmeldung über die angegebene Homepage bis zum 29.01.2018 gebeten.

Kategorien: EU allg. , Politik, Bürgerservice, andere EU-Politikbereiche

Bezirk: Mitte (Wedding, Tiergarten, Mitte)

Veranstaltungsort

Fabrik Osloer Straße e.V., Cafe und Veranstaltungssaal der Nachbarschafts- Etage
Osloer Str. 12
13359 Berlin

Veranstalter

Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Sebastianstr. 21
10179 Berlin

Nächste Termine

  • 24.02.2018 um 10:00 - 18:00 Uhr
  • 25.02.2018 um 10:00 - 18:00 Uhr

Weitere Informationen

Homepage

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