ROSA – Trotz alledem

ROSA – Trotz alledem
ROSA – Trotz alledem
Foto: Zé de Paiva/ buerominimal
Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Annette Meyer
Musik: Annegret Enderle
Dramaturgie und Produktionsleitung: Barbara Kastner
Schauspiel: Susanne Jansen, Lutz Wessel
Puppenspieler: Arne van Dorsten
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“
August Bebel

Vor 100 Jahren zerstörte der Erste Weltkrieg Europa, die Russische Revolution stand kurz bevor – und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesell­schaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gra­vierende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungsmanipulation“. Ihr Ziel war eine anti­kapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebes­beziehungen und Freundschaften.
Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schau­spieler/innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wieder­kehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?
"Rosa – Trotz alledem" ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, 'Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin'

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg

Eintrittspreise: 12,- / 8,- € (ermäßigt für Studenten, Azubis, Arbeitslose)
5,- € (Schülersonderticket mit Schülerausweis I und berlinpass-Inhaber)

Kategorien: Tanz, Theater, Kunst, Kultur

Bezirk: Pankow (Prenzlauer Berg, Weißensee)

Veranstaltungsort

Theater unterm Dach
Danziger Straße 101
10405 Berlin
Tel: (030) 90295-3817

Veranstalter

Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur
Danziger Straße 101
10405 Berlin

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