Einschränkungen im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo)

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) Berlin muss nun zum zweiten Lockdown seit dem 16. Dezember wieder schnell auf das sich immer weiter ausbreitende Corona-Virus reagieren und schließt seine Einrichtungen mit Publikumsverkehr.
Die Mitarbeitenden bleiben weiterhin Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Ratsuchende. Um soziale Kontakte zu beschränken und Risikogruppen zu schützen, gelten weiterhin folgende Einschränkungen.

Corona in Berlin

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Städtepartnerschaft Berlin-Moskau: 22. Arbeits- und Sozialseminar erfolgreich abgeschlossen

Städtepartnerschaft Berlin-Moskau: 22. Arbeits- und Sozialseminar erfolgreich abgeschlossen - LAGeSo-Präsident Allert erhält Auszeichnung der Moskauer Regierung

Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales und das Department für Arbeit und soziale Sicherheit der Bevölkerung der Stadt Moskau führten in der Zeit 16.-21. Juni 2019 in Moskau das 22. Arbeits- und Sozialseminar durch.

LAGeSo-Präsident Franz Allert, Leiter der Berliner Delegation, und Oleg Dudkin, erster Stellvertreter des Leiters des Departements, informierten die zahlreichen Teilnehmer der Seminareröffnung über die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet Soziales in den Metropolen Berlin und Moskau. In Anerkennung der langjährigen Kooperation der Moskauer Sozialverwaltung mit dem LAGeSo, nahm die Beauftragte der Moskauer Regierung für Menschenrechte, Tatiana Potyayewa, am Seminarauftakt teil. In Ihrer Rede würdigte sie den besonderen Beitrag des LAGeSo zur Entwicklung des beidseitig gewinnbringenden Fachaustausches, den Politik- und Verwaltungsvertreter gemeinsam mit NGO-Experten erfolgreich gestalten. Die Moskauer Menschenrechtsbeauftragte hob dabei die praktische Ausrichtung der Kooperation im Bereich Soziales hervor und appellierte an die Entscheidungsträger der Städtepartnerschaft, den fachlichen Austausch von Sozialexperten in Form von Hospitationen regelmäßig zu organisieren.

Die fachliche Besonderheit des diesjährigen Seminars bestand eindeutig darin, dass in Moskau zeitgleich das III. Forum für soziale Innovationen der Regionen der Russischen Föderation stattfand. Mehr als 30.000 Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Experten sozialer Einrichtung beteiligten sich aktiv bzw. als interessierte Besucher an der Arbeit des Forums. Die Berliner Delegierten waren Ehrengäste der Eröffnung des Forums, nahmen an zwei Workshops teil und nutzten jede freie Minute, um sich über die innovativen Sozialprojekte im Ausstellungssaal zu informieren. Es herrschte Einigkeit darüber, dass die vorgestellten Projekte keine Altersgruppe außer Acht lassen und die Bezeichnung „innovativ“ mehr als verdienen.

Mit dem Ziel, die Kooperation im Bereich Arbeit zukunftsorientiert mit Leben zu füllen, nahm die Leiterin der Abteilung Arbeit, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS), Margrit Zauner, am Fachseminar in Moskau teil. So konnte Frau Zauner ihre Moskauer Amtspartnerin Aleksandra Aleksandrova (Vertreterin von Minister Petrosyan auf dem Gebiet Arbeit) persönlich kennenlernen und über die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit berichten. Um das Berlin-Peking-Projekt „Herausforderungen der Arbeitspolitik durch Digitalisierung“ den Moskauer Entscheidungsträgern näher vorzustellen, ist noch für dieses Jahr ein weiterer Fachaustausch mit Frau Aleksandrova vorgesehen.

Die Fachgespräche zu sozialen Themen gestalteten Volkhard Schwarz, Sozialexperte der SenIAS, und Dr. Sebastian Weinert, Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin, aktiv mit und zeigten großes Interesse, den Dialog mit Moskauer Experten in Berlin fortzusetzen.

Im Sinne des Deutsch-Russischen Themenjahres „Hochschulkooperation und Wissenschaft“ 2018-2020, dass auf einer gemeinsamen Erklärung von Außenminister Heiko Maas und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow basiert, ermöglichte das LAGeSo Frau Prof. Dr. Rita Nikolai von der Humboldt-Universität zu Berlin einen Fachaustausch mit Prof. Alexander Stanevskiy – Moskauer Staatliche Bauman-Universität für Technik. (Der persönliche Austausch von Experten aus Russland und Deutschland im Rahmen von Fachseminaren bietet die Möglichkeit einer weiterführenden bilateralen Kooperation.) Mit der Vorstellung des Anfang 2018 gegründeten Berliner Zentrums für Inklusionsforschung leistete Frau Prof. Dr. Nikolai auch einen wissenschaftlichen Beitrag zum fachlichen Gelingen des Seminarauftaktes.

Die zahlreichen Fachgespräche wurden traditionsgemäß in Rehabilitationszentren und Agenturen (Einrichtungen des Arbeits- und Sozialdepartements) durchgeführt:
  • Agentur „Meine Karriere“ (Einrichtung der Moskauer Agentur für Arbeit)
  • Moskauer Reha-Zentrum für Menschen mit Behinderung „Butowo“
  • Zentrum für Rehabilitation und Bildung № 7

Bei der Auswertung der Seminarergebnisse würdigte Vladimir Petrosyan, Minister der Moskauer Regierung, Leiter des Departements für Arbeit und soziale Sicherheit der Bevölkerung der Stadt Moskau, die besonderen Verdienste des LAGeSo-Präsidenten Franz Allert, der die Partnerschaft auf dem Gebiet Soziales seit 16 Jahren entscheidend mitpräge. Er fand rührende Anerkennungsworte und überreichte ein Regierungsabzeichen sowie einen Dankesbrief der Moskauer Regierung, in dem Sergej Sobjanin, Oberbürgermeister von Moskau, dem Präsidenten Franz Allert für seinen persönlichen herausragenden Beitrag zur Entwicklung des Fachaustausches und der Freundschaftsbeziehungen zwischen Berlin und Moskau dankt.

Die Berliner Delegierten verließen die russische Hauptstadt mit dem Gefühl der Wertschätzung und sichtlich beeindruckt vom Fortschritt auf dem Gebiet Soziales sowie von der Gastfreundschaft ihrer Moskauer Partner.

Nelli Stanko

Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Erfahrungen aus Moskau

Unter diesem Titel hat Herr Dr. Weinert, Fürst Donnersmarck-Stiftung, seine in Moskau gemachten Erfahrungen und Eindrücke im Internet der Stiftung veröffentlicht: https://mittendrin.fdst.de/moskau-sozialseminar/