Das LAGeSo nahm an Menschenrechtskonferenz in Moskau teil

Eröffnung der Konferenz
Eröffnung der Konferenz
Bild: LAGeSo

Auf Initiative der Beauftragten für Menschenrechte der Russischen Föderation (RF), Ella Pamfilova, organisierte die Moskauer Regierung Mitte November 2015 eine internationale Konferenz zur Realisierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).

Schwerpunktmäßig wurden dabei folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Rolle der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der UN-BRK
  • Internationaler Erfahrungsaustausch zur Entwicklung von innovativen Mechanismen zur Realisierung der Rechte von Menschen mit Behinderungen

An der Arbeit der Konferenz wirkten – in den repräsentativen Räumen der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation – 150 Fachkräfte aus dem Bereich Inklusion mit. Neben den Beauftragten für Menschenrechte der 85 Föderationssubjekte (Verwaltungseinheiten Russlands) und Vertretern des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und soziale Sicherheit sowie zahlreicher Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGO) nahmen Experten aus Deutschland an der Arbeit der Konferenz teil: Hubert Hüppe, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Claudia Crawford, Bundesministerin a. D., Leiterin des Auslandsbüros der Konrad Adenauer Stiftung in Moskau. Auf Einladung von Tatiana Potyaeva, Beauftragte für Menschenrechte der Moskauer Regierung, beteiligte sich auch das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales fachlich am Erfahrungsaustausch.

Die Konferenzresolution „Realisierung der UN-Behindertenrechtskonvention: Erfahrungen, Herausforderungen und Zusammenarbeit“ sieht u. a. vor, die Kooperation mit ausländischen Verwaltungs- und NGO-Vertretern zu intensivieren.

Hintergrundinformationen:
Die Russische Föderation ratifizierte die UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2012. In Deutschland ist die UN-BRK seit 2009 geltendes Recht.

Nelli Stanko