Internationale Konferenzen

Das LAGeSo nahm am Internationalen Arbeits- und Sozialforum in Uljanowsk teil

„Internationales Forums Deutschland/Frankreich“ – Podium; Jerzy Bohdanowicz, Leiter des Referats für Arbeit, Soziales und Gesundheit der Deutschen Botschaft in Moskau (links)
Bild: LAGeSo

Auf Einladung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Moskau nahm das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales in der Zeit 25.-26. Oktober 2017 am IV. Internationalen Forum „Sozialer Zusammenhalt. Offene Gesellschaft. Chancengleichheit.“ in Uljanowsk (Russland) teil.

Organisiert wurde das Forum von der Regierung des Gebiets Uljanowsk, der Agentur für Strategische Initiativen, der Nationalen Agentur für soziale Kommunikationen, vom Verband der Sozialpädagogen, vom Ministerium für Arbeit und Soziales der Russischen Föderation (RF) sowie der Gesellschaftskammer der RF.

Der thematische Fokus der Veranstaltung lag im Bereich Beschäftigung und regionale Modelle der Sozialpolitik. Mehr als 2000 Experten aus 42 Regionen der RF und sieben Staaten (Großbritannien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Israel, etc.) stellten in 18 Arbeitsgruppen ihre Best-Practice-Projekte vor und diskutierten in Foren über die soziale Sicherheit der Zukunft.

Neben Jerzy Bohdanowicz, Leiter des Referats für Arbeit, Soziales und Gesundheit der Deutschen Botschaft in Moskau, und seiner Kollegin, Elena Filatova, wirkten auch Experten aus Berlin an der Arbeit des Forums mit. Nelli Stanko, LAGeSo, referierte zur Förderung der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Schwerbehinderung in Deutschland und stellte die erfolgreiche Städtepartnerschaft Berlin-Moskau vor. Wolfgang Grasnick, Geschäftsführer der Union Sozialer Einrichtungen gGmbH, berichtete am Beispiel seines Sozialunternehmens über die vielfältigen Möglichkeiten der inklusiven Beschäftigung von Menschen mit Handicap.
Die langjährige NGO-Partnerin des LAGeSo, Maria Kulik, Präsidentin der Moskauer karitativen Stiftung Lebensqualität, und Michail Mozgowoj, Moskauer Staatliche Bauman-Universität für Technik, präsentierten ihr Projekt „Inklusive Bildung“.

Im Namen der Deutschen Botschaft in Moskau würdigte Jerzy Bohdanowicz die fachliche Beteiligung der Berliner Kongress-Teilnehmer und bedankte sich für den bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Kooperation zwischen Deutschland und Russland.

Hintergrundinformation:
- Das Internationale Arbeits- und Sozialforum findet auf Initiative des Gouverneurs der Region Uljanowsk, Sergej Morozov, seit 2012 jährlich in Uljanowsk statt.
- Uljanowsk ist eine russische Großstadt am Fluss Wolga – gegründet im Jahr 1648.

Nelli Stanko

Das LAGeSo nahm an Menschenrechtskonferenz in Moskau teil

Eröffnung der Konferenz
Bild: LAGeSo

Auf Initiative der Beauftragten für Menschenrechte der Russischen Föderation (RF), Ella Pamfilova, organisierte die Moskauer Regierung Mitte November 2015 eine internationale Konferenz zur Realisierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).

Schwerpunktmäßig wurden dabei folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Rolle der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der UN-BRK
  • Internationaler Erfahrungsaustausch zur Entwicklung von innovativen Mechanismen zur Realisierung der Rechte von Menschen mit Behinderungen

An der Arbeit der Konferenz wirkten – in den repräsentativen Räumen der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation – 150 Fachkräfte aus dem Bereich Inklusion mit. Neben den Beauftragten für Menschenrechte der 85 Föderationssubjekte (Verwaltungseinheiten Russlands) und Vertretern des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und soziale Sicherheit sowie zahlreicher Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGO) nahmen Experten aus Deutschland an der Arbeit der Konferenz teil: Hubert Hüppe, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Claudia Crawford, Bundesministerin a. D., Leiterin des Auslandsbüros der Konrad Adenauer Stiftung in Moskau. Auf Einladung von Tatiana Potyaeva, Beauftragte für Menschenrechte der Moskauer Regierung, beteiligte sich auch das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales fachlich am Erfahrungsaustausch.

Die Konferenzresolution „Realisierung der UN-Behindertenrechtskonvention: Erfahrungen, Herausforderungen und Zusammenarbeit“ sieht u. a. vor, die Kooperation mit ausländischen Verwaltungs- und NGO-Vertretern zu intensivieren.

Hintergrundinformationen:
Die Russische Föderation ratifizierte die UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2012. In Deutschland ist die UN-BRK seit 2009 geltendes Recht.

Nelli Stanko