Hitzewelle in Berlin: Allgemeine Hinweise zu Algen und Blaualgenblüten in den Berliner Badegewässern

Schlachtensee an einem sonnigen Tag
Bild: peterfuchs/ depositphotos.com
Pressemitteilung vom 27.07.2018

Im Rahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes werden die Berliner Badegewässer regelmäßig auf ihre hygienische Situation und auf das Vorliegen von Blaualgen und ihrer Toxine untersucht.

Die derzeit vorherrschenden hochsommerlichen Temperaturen und die intensive Sonneneinstrahlung begünstigen zunehmend ein starkes Wachstum von Algen und insbesondere von Blaualgen in den Gewässern. Diese beeinträchtigen die Badegewässerqualität und schränken das Badevergnügen ein. Bestimmte Blaualgen können giftige Stoffe (Toxine) bilden. Durch Aufnahme bzw. Verschlucken größerer Mengen von Wasser können durch diese Toxine Magen-Darm-Beschwerden hervorgerufen werden. Bei sensiblen Personen können aber auch Hautreizungen und –ausschläge auftreten.

Aktuell führt das Algenwachstum insbesondere an den Badestellen der Dahme (Badestelle Schmöckwitz) zu Eintrübungen und damit eingeschränkten Sichttiefen. Die hier nachgewiesenen Toxinkonzentrationen wie auch an allen anderen untersuchten Badegewässern sind unkritisch liegen derzeit weit unter dem vom UBA empfohlenen Leitwert.

Einige Blaualgen, die vorrangig in den nährstoffreichen Gewässern der Spree und Unterhavel vorkommen, können an der Wasseroberfläche zu so genannten „Wasserblüten“ auftreiben oder „aufrahmen“. Diese Algenblüten sind räumlich und zeitlich sehr variabel.

Werden vor Ort an der Badestelle ein massenhaftes Algenvorkommen oder Schlieren gesichtet, sollten beim Baden folgende Hinweise beachtetet werden:

  • Baden Sie nicht in Bereichen mit sichtbaren, grünen oder blaugrünen Schlieren oder gar „Teppichen“. Dies gilt insbesondere für Kinder, die beim Toben leicht versehentlich Wasser schlucken können.
  • Wechseln Sie die Badebekleidung unmittelbar nach dem Baden, um gegebenenfalls anhaftende Blaualgen abspülen zu können. Zwischen Textil und Haut zerriebene Algen können Substanzen freisetzen, die bei empfindlichen Personen zur Hautreizung führen können.
  • Duschen Sie nach dem Baden, wo immer eine Möglichkeit dazu besteht, und spülen Sie Ihre Badebekleidung gut aus.
  • Vermeiden Sie beim Baden das Verschlucken von Wasser.

Algenmassenentwicklungen führen zur Einschränkung der Sichttiefe und stellen zudem auch ein Sicherheitsrisiko dar. Rettungsmaßnahmen sind durch die Trübungen erschwert.

Alle Bewertungen, mikrobiologischen Untersuchungen, sowie die Vorhersagen des Frühwarnsystems an der Unterhavel können jederzeit abgerufen werden über:

Kontakt: Mirza Cerimagic, Pressestelle LAGeSo Tel.: 90229-1014