Führen der Berufsbezeichnung

Das Gesetz stellt das Führen der Berufsbezeichnung unter besonderen Schutz. Nur wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, ist berechtigt, die entsprechende Berufsbezeichnung zu führen.

Die Erlaubnis ist auf Antrag zu erteilen, wenn

  • die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung abgeleistet und die staatliche Prüfung bestanden wurde,
  • der Antragsteller oder die Antragstellerin sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht haben, aus dem sich die Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs ergibt,
  • in gesundheitlicher Hinsicht keine Ungeeignetheit zur Ausübung des Berufs besteht.
    Der Antrag ist bei der zuständigen Behörde des Landes zu stellen, in dem die Prüfung abgelegt wurde. Wenn die Prüfung in Berlin abgelegt wurde, ist die zuständige Behörde das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin.

Bei Ausbildungen, die nicht in der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen wurden, gelten besondere Bestimmungen hinsichtlich deren Anerkennung. Ob die Erlaubnis erteilt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann wegen der Vielzahl denkbarer Fallkonstellationen nur durch eine Einzelfallberatung geklärt werden.

Anspruch auf Erteilung der Erlaubnis haben grundsätzlich Personen,

  • die ihre Ausbildung zur Medizinisch- technischen Assistentin / zum Medizinisch- technischen Assistenten in einem der übrigen EU-Vertragsstaaten beendet haben, wenn die gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind. Nähere Informationen über die einzureichenden Unterlagen erhalten Sie in der Checkliste für die Erteilung einer Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung für Medizinalfachberufe bei Ausbildung in einem EU-Mitgliedsstaat. Bitte übersenden Sie die in der Checkliste genannten Unterlagen – unter Beachtung der allgemeinen Hinweise – als amtlich beglaubigte Kopie (z.B. Bürgeramt) per Post. Eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich.
  • die ihre Ausbildung zur Medizinisch- technischen Assistentin / zum Medizinisch- technischen Assistenten außerhalb der übrigen EU-Vertragsstaaten die Ausbildung beendet haben, wenn die Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes gegeben ist. Ist die Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes nicht gegeben oder ist sie nur mit unangemessenem zeitlichen oder sachlichen Aufwand feststellbar, ist ein gleichwertiger Kenntnisstand nachzuweisen. Der Nachweis wird durch das Ablegen einer Prüfung erbracht, die sich auf den Inhalt der staatlichen Abschlussprüfung erstreckt oder durch einen Anpassungslehrgang. Nähere Informationen über die einzureichenden Unterlagen erhalten Sie in der Checkliste für die Erteilung einer Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung für Medizinalfachberufe bei Ausbildung in einem Drittstaat. Bitte übersenden Sie die in der Checkliste genannten Unterlagen – unter Beachtung der allgemeinen Hinweise – als amtlich beglaubigte Kopie (z.B. Bürgeramt) per Post. Eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich.

Weitere Hinweise können Sie hier: Anerkennung in Deutschland – Das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen entnehmen.
You can get all important information on professional recognition in English and six other languages on this webpage: Recognition in Germany – Information portal of the German government for the recognition of foreign professional qualifications

Für die Erteilung der Erlaubnis ist nach den gesetzlichen Vorgaben u.a. auch der Nachweis der für die Berufsausübung erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse (Zertifikat der Stufe B 2 vom Goethe-Institut, telc oder TestDaF, nicht älter als 3 Jahre) zu erbringen.

Die Erteilung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung ist gebührenpflichtig.

Antrag auf Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung

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Muster für ärztliche Bescheinigung

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Erklärung zu Strafverfahren

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