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Anwohnerbeteiligung Heckeshorn

20.09.2017 12:15

Bildvergrößerung: Heckeshorn Klinikplan Haus A und B
Bild: Department Lungenklinik Heckeshorn

Bereits heute leben auf dem Gelände der ehemaligen Lungenklinik Heckeshorn etwa 150 Geflüchtete. Das Land Berlin plant, diese Kapazitäten auszuweiten. Im Rahmen der Anwohnerbeteiligung sollen bei einer Veranstaltung mit Anwohnern, Politik und Verwaltung gemeinsam Details dazu erörtert werden.

Einige Immobilien auf dem Gelände der ehemaligen Lungenklinik in Heckeshorn (Steglitz-Zehlendorf) können nach Ansicht von Experten als potentielle Wohngebäude in Frage kommen. Dazu wären im Vorfeld Umbaumaßnahmen notwendig, die sich auf den Innenausbau fokussieren. Angesichts dringend notwendiger Wohnplätze insbesondere für Familien reifte die Idee, nach Abschluss der Umbauten Geflüchtete dort einziehen zu lassen. Vor allem der Einbau von Gemeinschaftsküchen und sanitären Anlagen wäre dafür notwendig, um die Häuser als Gemeinschaftsunterkünfte in Betrieb zu nehmen. Nach jetzigem Planungsstand könnten dort bis zu maximal 764 Personen eine Bleibe finden. Avisiert ist eine Belegungszeit von drei Jahren.

Über das geplante Vorhaben möchten wir die Anwohnerschaft im Folgenden gerne informieren:

Ein Teil der ehemaligen Lungenklinik wird schon heute als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. In Zukunft soll durch die Sanierung und Modernisierung der Bestandsgebäude folgende Struktur entstehen:
  1. In Haus A (ehemals Bettenhaus) sollen Gemeinschaftsunterkünfte zur Selbstversorgung der Bewohner mit einer maximalen Kapazität von 262 Personen entstehen. Kosten 5,4 Mio €.
  2. In Haus E entstehen nach der Modernisierung maximal 136 Wohnplätzen für Selbstversorger.
  3. Im ehemaligen Schwesternwohnheim entstehen 122 Plätze maximal. Kosten 3,5 Mio €
  4. Im Haus D entstehen durch den geplanten Umbau 244 Plätze als so genannte Erstaufnahmeeinrichtung (EAE). Diese dient neu nach Berlin gekommenen Menschen in den ersten drei bis sechs Monaten als Unterkunft, bis sie in Gemeinschaftsunterkünfte verlegt werden. In den EAE werden die Menschen voll versorgt. Kosten Haus D & E: 6,1 Mio €
  5. Insgesamt entstehen vor Ort 764 Wohnplätze maximal.
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Im Land Berlin entstehen aktuell zahlreiche Unterkünfte, einerseits Neubauten aus vorgefertigten Modulen (MUF), anderseits Tempohomes (nach Standzeitlimitierte Containerdörfer). Auch auf Bestandsgebäude wird im Rahmen der gesamtstädtischen Planung für die Unterbringung von Geflüchteten wird zurückgegriffen. Bestandsgebäude zu nutzen ist nachhaltig, kostengünstiger, weitgehend frei von Beeinträchtigungen für Umwelt und Natur. Dazu kommt, dass diese Gebäude bereits in der lokalen Struktur eingebunden sind, sowohl stadtplanerisch wie gesellschaftlich.

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Die Menschen sollen dort mindestens 3 Jahre wohnen bleiben. In der Gesamtplanung für das Gelände sind perspektivisch Wohnungen für Menschen mit niedrigeren Einkommen einbezogen, sodass auf längere Sicht eine gemischte Bewohnerschaft entstehen wird.

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Grundsätzlich darf man bei einer Belegung von Gemeinschaftsunterkünften von etwa einem Viertel bis einem Drittel Schulkinder ausgehen. Allerdings sind diese Kinder ja bereits eingeschult, können also nicht noch auf lokal vorhandene Strukturen aufaddiert werden. Für neu nach Berlin kommende Kinder müssen je nach Bedarf gemeinsam mit Senatsschulverwaltung und dem Bezirksamt die notwendigen Strukturen (Personal, Räume) bereitgestellt werden.

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Die Frage des ÖPNV wird Teil der Gespräche sein, die das LAF mit der BVG führen wird. Dabei geht es insbesondere um eine intensivere Taktung zu den Stoßzeiten. Nach den in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen bewegen sich die Neu-Berliner sehr sicher durch die Stadt und profitieren von der Bandbreite des hiesigen Angebots. Störungen durch private PKW sind nicht zu erwarten.

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Stand 13. September 2017 leben prozentual auf Berlin gerechnet 4,96 Prozent der Geflüchteten in Steglitz-Zehlendorf (0,52 % gerechnet auf Einwohnerzahl, zum Vergleich: Spandau 2,1%). Der Bezirk rangiert damit auf dem drittletzten Platz.

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Aktuell hat das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten zwei Zehlendorfer Unterkünfte freigezogen, die Thielallee soll nach Auskunft der bundeseigenen BIMA perspektivisch für andere Zwecke genutzt werden.

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Stand heute könnten die Arbeiten im 1. Quartal 2018 beginnen. Ziel der BIM ist es, die im Inneren der Gebäude notwendigen Arbeiten bis Ende 2018 zum Abschluss zu bringen.

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Die Geflüchteten wissen sehr gut, wo sie z.B. medizinische Hilfe erhalten und bewegen sich in der Stadt, um etwa Experten aufzusuchen, die die Landessprache beherrschen. Viele sind tagsüber beschäftigt (Sprach- und Integrationskurse, Arbeit, Schule, etc.).

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Der bisherige Träger CJD hat vor Ort sehr gute Arbeit geleistet. Bei der Frage der künftigen Trägerschaft muss klar sein, dass eine Vergabe der dortigen Betreuung (Sozialarbeit, Verwaltung, Ehrenamtskoordination,…) gesetzlich vorgeschrieben ist. Stand heute kann daher über den künftigen Träger nichts gesagt werden.

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Haben Sie Fragen zu diesem Thema?

Fragen zur (Verkehrs-)Infrastruktur

Falls die Straße ausgebaut wird, was geschieht dann mit den Vorgärten?

Ein Ausbau zu Lasten der Vorgärten ist aus heutiger Sicht nicht notwendig. Konkret wird dies aber zu prüfen sein, wenn das Weiterentwicklungskonzept vorliegt.

Wie soll das Zufahrtsproblem zum Gelände gelöst werden?

Ein Zufahrtsproblem kann derzeit nicht identifiziert werden. Bei einem Neubaukonzept für den Standort werden Fragen zu möglichen Zufahrten zu bearbeiten sein.

Wird es im Verlauf der Unterbringung eine angepasste Verkehrsplanung geben (Bustaktung, Schulbusse)?

Die Unterkünfte werden über die Buslinie 114 durch den ÖPNV erschlossen. Auf dieser Linie wurde bereits zum Dezember 2016 der 10-Minuten-Takt von Montag bis Freitag auf den Zeitraum 7:30 bis 17 Uhr ausgeweitet. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat in ihrer Funktion als ÖPNV-Aufgabenträger bei der BVG eine weitere Ausweitung des 10-Minuten-Taktes auf der Linie 114 auf den Zeitraum 7 bis 19 Uhr mit geplanter Umsetzung zum 8. April 2018 bestellt. Diese Maßnahme steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der abschließenden Prüfung der betrieblichen Machbarkeit seitens der BVG.