Wettbewerb "Kunst im Stadtraum Karl-Marx-Allee"

1967 Berlin Blick auf das Kino International in der Karl-Marx-Allee. Dahinter das Hotel Berolina.
Bild: Puhlmann, August 31, 1967. German Federal Archives (Bundesarchiv), 183-F0831-0301-021.

Der Abschnitt der Karl-Marx-Allee von der Otto-Braun-Straße bis zum Strausberger Platz in 10178 Berlin-Mitte wurde ab 1959 bis Ende der 1960er Jahre erbaut und gilt heute als herausragendes Beispiel der Nachkriegsmoderne der DDR. Das architektonisch geschlossene Stadtbild steht exemplarisch für den damaligen Aufbruchsgeist und manifestiert zugleich die Durchsetzung einer neuen Systembauweise mit ihrer charakteristischen Material- und Formensprache. Im Zuge des seit 2019 laufenden Umbaus wird der genannte Straßenabschnitt als Ensemble seinem überregionalen Anspruch entsprechend bis Ende 2020 denkmalgerecht erneuert und aufgewertet.

Wie beim Pilotprojekt „Kunst im Stadtraum am Hansaplatz“ besteht auch hier die Herausforderung darin, neue Perspektiven auf die Karl-Marx-Allee und das direkte Umfeld zu werfen. Es soll aus diesem Grund auch keine thematische Einschränkung durch den Kunstwettbewerb geben. Dieses Stadtgebiet bietet aufgrund des hier wirkenden Zusammenspiels von Geschichte, gesellschaftlichen Visionen, den damit verbundenen architektonischen und stadtplanerischen Entwürfen im Spiegel seiner aktuellen Nutzung sowie Weiterentwicklung das Terrain für eine interessante künstlerische Auseinandersetzung. Das Bezirksamt Mitte von Berlin lobt 2020 einen nichtoffenen, einphasigen, anonymen Kunstwettbewerb aus; diesem geht ein vorgeschaltetes Bewerbungsverfahren voraus.

Die Baumaßnahmen und aktuellen städtebaulichen Veränderungen rund um die Karl-Marx-Allee (II. Bauabschnitt) sollen als Hintergrund für eine temporäre künstlerische Auseinandersetzung im Hinblick auf den besonderen Anspruch dieses Stadtraumes, dessen Geschichte mit ihren sozial-politischen Implikationen und seiner gegenwärtigen Entwicklung dienen und für ein möglichst breites Spektrum künstlerischer Herangehensweisen geöffnet sein. Ziel soll sein, dass 2021 bis zu vier temporäre Kunstwerke/ künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum realisiert werden.

Das Projekt „Kunst im Stadtraum Karl-Marx-Allee“ ist aus der Initiative des Beratungsausschusses Kunst (BAK), der die Senatsverwaltung für Kultur und Europa in allen Angelegenheiten der Kunst am Bau und Kunst im Stadtraum berät, hervorgegangen. Der Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte des Bezirksamts Mitte von Berlin entwickelte dieses weiter und setzt es in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kunst im Stadtraum und am Bau, Senatsverwaltung für Kultur und Europa um.

Das Bezirksamt Mitte von Berlin lobt einen nichtoffenen, einphasigen, anonymen Kunstwettbewerb aus. Diesem geht ein vorgeschaltetes Bewerbungsverfahren voraus zudem Künstler*innen, Künstler*innengruppen sowie interdisziplinäre Gruppen (mit u.a. Künstler*innen, Architekt*innen, Historiker*innen) sich über eine Online-Abgabe bis spätestens Sonntag, 05. Juli 2020, 23:59 Uhr per E-Mail an bewerbung@kunst-im-stadtraum.berlin bewerben können.

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich professionelle Künstler*innen, Künstler*innengruppen sowie interdisziplinäre Gruppen (mit u.a. Künstler*innen, Architekt*innen, Historiker*innen). Die Federführung (bevollmächtigte Vertretung) hat bei einem/r Künstler*in zu liegen mit Wohn- und/ oder Arbeitssitz in Berlin. Die Professionalität ist durch eine Vita mit Ausstellungs- bzw. Projektverzeichnis nachzuweisen. Sofern keine Ausbildung an einer Kunstakademie oder in einer entsprechenden Einrichtung vorliegt, muss das Ausstellungs- bzw. Projektverzeichnis eine kontinuierliche künstlerische Tätigkeit belegen, die professionellen Ansprüchen genügt. Weitere Informationen finden sie in den Bewerbungsunterlagen.

Bewerbungsunterlagen

Bewerbungsunterlagen Bewerbungsverfahren KISR KMA

Bewerbungsunterlagen für das vorgeschaltete Bewerbungsverfahren von dem nichtoffenen, einphasigen anonymen Kunstwettbewerb “Kunst im Stadtraum Karl-Marx-Allee”.

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