Trotz Corona: Dutzende am Boxhagener Platz

Trotz Corona: Dutzende am Boxhagener Platz

Am Vorabend des 1. Mai haben sich trotz der Corona-Beschränkungen einige Dutzend Menschen am Boxhagener Platz in Friedrichshain versammelt. Sie trugen schwarzen Mund-Nasen-Schutz oder dunkle Kapuzen und Schals, einige auch Sonnenbrillen - und standen auf Abstand. Auf Balkonen umliegender Häuser waren Lautsprecher aufgestellt.

Polizei Blaulicht

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Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.

Die Polizei wertete die Ansammlung als Verstoß gegen die Corona-Regeln, wie eine Sprecherin sagte. Auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik war vor Ort und machte sich ein Bild von der Lage.
Kommunikationsteams der Polizei forderten die Versammelten zum Weggehen und Verlassen des Ortes auf. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte für den 1. Mai angekündigt, nicht genehmigte Versammlungen schnell und konsequent aufzulösen. Die Teilnahme an nicht genehmigten Demonstrationen sei derzeit eine Straftat. Linke und linksradikale Gruppen hatten spontane Proteste angekündigt.
Im Twitter-Account zum sogenannten Revolutionären 1. Mai war angekündigt worden, in der Walpurgisnacht wolle man den «Belagerungszustand» durch die Polizei in Friedrichshain brechen. «Kommt deshalb zahlreich am 30. April in den Friedrichshainer Südkiez (...) damit wir uns die Straßen zurückholen, die der Senat mit seinen hässlichen Wannen verstopft», hieß es im Internet. In der Rigaer Straße in Friedrichshain hatten zuletzt in der Nacht zu Mittwoch unbekannte Täter Pflastersteine auf ein Polizeiauto und Farbbeutel von einem Hausdach auf Polizisten geworfen.
Rote Nelke
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. April 2020