Protestaktionen am 1. Mai in Kreuzberg angekündigt

Protestaktionen am 1. Mai in Kreuzberg angekündigt

Wenige Tage vor dem 1. Mai haben linke Gruppen statt der üblichen großen Demonstration dezentrale Protestaktionen in Kreuzberg angekündigt.

Berlins Innensenator Andreas Geisel

© dpa

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) spricht zur Presse.

Wegen der Corona-Pandemie werde man nicht wie sonst zu einer Demonstration im klassischen Sinne aufrufen, schrieb das Veranstalter-Bündnis am 27. April 2020 auf einer linksradikalen Internetseite. Man wolle aber «angesichts der herrschenden rassistischen, kapitalistischen und patriarchalen Verhältnisse auch nicht passiv bleiben». Es werde daher Aktionen in einem bestimmten Gebiet in Kreuzberg geben. Das Gebiet werde am Vormittag des 1. Mai über Twitter und Internetseiten bekannt gegeben. «Dadurch können wir die Ansteckungsgefahr verringern und bleiben für den Repressionsapparat unkontrollierbarer.»
In dem Aufruf hieß es, man wolle sich mit Schals und Masken vermummen und die Straßen mit Inhalten «fluten». Um 20.00 Uhr sollten dann im ganzen Kiez «Feuerwerke gezündet werden».
Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte am Montag im Innenausschuss, für den 1. Mai seien 18 Demonstrationen angemeldet. Wie viele davon genehmigt würden, stand noch nicht fest. Erlaubt sind derzeit nur Demonstrationen mit höchstens 20 Teilnehmern. Ab dem 4. Mai dürfen es auch bis zu 50 Teilnehmer sein.
Rote Nelke
© dpa

1. Mai in Berlin

Der Tag der Arbeit steht im Jahr 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie. Auf öffentliche Veranstaltungen wird komplett verzichtet. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. April 2020