Polizei zieht Bilanz: Weitgehend friedlicher 1.Mai in Berlin

Polizei zieht Bilanz: Weitgehend friedlicher 1.Mai in Berlin

In der Dunkelheit lieferten sich dann noch ein paar Störer Scharmützel mit der Polizei. Doch im Großen und Ganzen blieb der 1. Mai 2019 ein ruhiger Tag zum Demonstrieren und Feiern. Dennoch bleibt die Frage: Gab es Verletzte und wie viele Festnahmen?

Revolutionärer 1. Mai 2019

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Polizisten und Teilnehmer der linksradikalen «Revolutionäre 1. Mai-Demonstration» stehen sich vor einem Lebensmittel Supermarkt gegenüber.

Nach weitgehend friedlichen Demonstrationen am 1. Mai-Feiertag in Berlin zieht die Polizei am Donnerstag Bilanz. Die Sicherheitsbehörde will im Laufe des Tages bekannt geben, ob Menschen verletzt wurden und wie viele Störer festgenommen wurden. Eine Pressekonferenz sei aber nicht vorgesehen, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz.

Slowik: «Unsere Strategie ist voll aufgegangen»

In einer ersten Einschätzung hatte sich Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Mittwochabend im RBB-Fernsehen zufrieden mit dem Verlauf der Demonstrationen geäußert. «Unsere Strategie ist voll aufgegangen», sagte sie mit Blick auf die «Revolutionäre 1. Mai-Demonstration» mit mehreren tausend Teilnehmern. Innensenator Andreas Geisel (SPD) dankte am Abend per Twitter den Polizeikräften für ihre «hervorragende Arbeit».
Revolutionärer 1. Mai 2019
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Fotos: Revolutionärer 1. Mai 2019

Zahlreiche Teilnehmer der linksradikalen «Revolutionären 1. Mai-Demonstration» zogen am 1. Ami 2019 in Begleitung von Polizisten durch Berlin. mehr

Steinwürfe in der Warschauer Straße

Nach dem Ende des nicht angemeldeten Protests linksradikaler Gruppen kam es in der Warschauer Straße zu Flaschen- und Steinwürfen gegen Polizisten sowie Rangeleien. Mehrere Personen wurden dort vorläufig festgenommen. Auch an anderen Orten seien vereinzelt wiedererkannte Straftäter festgenommen worden, twitterte die Polizei.

Begalos in der Rigaer Straße

Der Protestzug unter dem Motto «Gegen die Stadt der Reichen» führte in diesem Jahr durch den Stadtteil Friedrichshain und nicht durch Kreuzberg wie in den Vorjahren. Die Demonstranten zogen auch durch Teile der Rigaer Straße, die lange als Symbol der Hausbesetzerszene galt. Dort waren die Teilnehmer von Sympathisanten minutenlang mit Böllern und Rauchfackeln begrüßt worden. Noch am Mittwochabend machten Mitarbeiter der Stadtreinigung dort sauber. Sprecher Cablitz sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Großteil der Demonstranten habe sich friedlich verhalten. Es sei gut, wenn gesellschaftliche Themen auf die Straße gebracht werden.
Myfest 2019
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Fotos: Myfest 2019

Tausende Menschen feierten auf dem Myfest in Kreuzberg einen friedlichen 1. Mai 2019. mehr

Wie im Vorjahr nahm die Gewalt deutlich ab

In früheren Jahren gab es bei der abendlichen Demonstration linksradikaler Gruppen mit bis zu 10 000 Teilnehmern immer wieder Gewalt und Zusammenstöße zwischen Randalierern und Polizei.

Insgesamt waren 5500 Polizisten für die Demonstrationen abgestellt

An dem Mai-Feiertag waren 5500 Polizisten in der Hauptstadt im Einsatz, darunter Kräfte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Allein für die «Revolutionäre 1. Mai-Demonstration» waren 2000 Beamte eingeteilt.
1. Mai Berlin
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1. Mai in Berlin

Straßenfeste, Partys, Konzerte und mehr Veranstaltungen am 1. Mai in Berlin mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 2. Mai 2019