«Hände weg vom Wedding»: Protest gegen hohe Mieten und Verdrängung

«Hände weg vom Wedding»: Protest gegen hohe Mieten und Verdrängung

Hohe Mieten und zu wenige Wohnungen: Das bewegt viele Menschen in der Hauptstadt und treibt sie auf die Straße. Auch in diesem Jahr wird vor dem Mai-Feiertag protestiert.

  • Demo: Gegen die Stadt der Reichen© dpa
    Teilnehmer einer Demonstration laufen mit Transparenten mit der Aufschrift "Gegen die reiche Stadt" und "Unsere Häuser unsere Kieze" durch den Stadtteil Wedding.
  • Demo: Gegen die Stadt der Reichen© dpa
    30.04.2019, Berlin: Ein Mann mit blauen Haaren und dem Aufnäher "Nobelpunk" nimmt an einer Demonstration im Stadtteil Wedding teil.
  • Demo: Gegen die Stadt der Reichen© dpa
    30.04.2019, Berlin: Teilnehmer einer Demonstration halten ein Transparent mit der Aufschrift «Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn" in die Höhe.
  • Demo: Gegen die Stadt der Reichen© dpa
    30.04.2019, Berlin: Teilnehmer einer Demonstration laufen durch den Stadtteil Wedding. Die Demonstration linker Gruppen am Vorabend des 1. Mai steht unter dem Motto «Hände weg vom Wedding».
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    30.04.2019, Berlin: Teilnehmer einer Demonstration laufen durch den Stadtteil Wedding. Die Demonstration linker Gruppen am Vorabend des 1. Mai steht unter dem Motto «Hände weg vom Wedding».
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    30.04.2019, Berlin: Teilnehmer einer Demonstration laufen durch den Stadtteil Wedding. Die Demonstration linker Gruppen am Vorabend des 1. Mai steht unter dem Motto «Hände weg vom Wedding».
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    30.04.2019, Berlin: Teilnehmer einer Demonstration laufen durch den Stadtteil Wedding. Die Demonstration linker Gruppen am Vorabend des 1. Mai steht unter dem Motto «Hände weg vom Wedding».
  • Walpurgisnacht in Berlin© dpa
    Teilnehmer einer Demonstration laufen mit Transparenten mit der Aufschrift "Gegen die reiche Stadt" und "Unsere Häuser unsere Kieze" durch den Stadtteil Wedding.
Am Vorabend des 1. Mai haben weit mehr als tausend Menschen in Wedding gegen steigende Mieten und Verdrängung protestiert. Die Demonstration linker Gruppen stand unter dem Motto «Hände weg vom Wedding». Der Protest verlief bis zum Ende am Dienstagabend friedlich. Der Zug war am Leopoldplatz gestartet und zog anschließend durch den Stadtteil.
Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vertreten, die Beamten begleiteten den Zug an der Spitze und am Ende. Kommunikationsteams mit gelben Westen waren unterwegs, um Gesprächsbereitschaft zu zeigen. Eine Sprecherin der Polizei zeigte sich zufrieden und sprach von einer störungsfreien Demonstration.
Etliche Demonstranten hielten Transparente hoch. Auf einem war zu lesen: «Wohnen ist Menschenrecht». Auf einem anderen stand: «Gegen die Stadt der Reichen». Auch Fahnen wurden geschwenkt.
Die Polizei war nach eigenen Angaben am Tag und am Abend vor dem 1. Mai mit etwa 850 Beamten im Einsatz, um Proteste und Feste zu sichern.
Erwartet wurde am Dienstagabend noch ein Treffen Linksautonomer an der Ecke Rigaer Straße und Liebigstraße, dem sogenannten Dorfplatz der Szene vor den ehemals besetzten Häusern in Friedrichshain.
Bei fast sommerlichem Wetter wollten zudem Tausende Menschen im Mauerpark in Prenzlauer Berg sowie in anderen Parks in Kreuzberg und Friedrichshain die Walpurgisnacht feiern. Wegen Anwohnerbeschwerden gibt es in diesem Jahr aber kein offizielles Fest.
Am Mai-Feiertag werden dann in der Hauptstadt knapp 5500 Polizisten im Einsatz sein, darunter auch Beamte aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Tagsüber gibt es mehrere Demonstrationen und das große Straßenfest «Myfest» in Kreuzberg. Für Mittwochabend haben Linksautonome wieder eine sogenannte Revolutionäre 1. Mai-Demonstration angekündigt. Sie soll dieses Mal nicht in Kreuzberg, sondern in Friedrichshain starten.
Ob der nicht angemeldete Zug an den früher besetzten und jetzt noch umkämpften Häusern in der Rigaer Straße vorbeiführen darf, will die Polizei nach eigener Aussage kurzfristig entscheiden - abhängig von der Teilnehmerzahl.
Nach der abendlichen Demonstration mit teilweise mehr als 10 000 Teilnehmern gab es früher regelmäßig Zusammenstöße zwischen Randalierern und Polizei. In den vergangenen Jahren ebbten die Gewaltausbrüche von Randalierern allerdings ab.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte betont, er hoffe, dass die positive Entwicklung der letzten Jahre fortgeführt werde. Es gebe aber auch Aufrufe aus der linksextremen Szene zu Gewalt. Daher sei die Polizei «umfangreich vorbereitet auf alle denkbaren Szenarien».
1. Mai Berlin
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. April 2019