Vor dem 1. Mai: Demonstration und Feiern in der Walpurgisnacht

Vor dem 1. Mai: Demonstration und Feiern in der Walpurgisnacht

Demo, Walpurgisnacht und Tanz in den Mai: Berlin stimmt sich schon an diesem Dienstag auf den 1. Mai am Mittwoch ein.

  • 1. Mai in Berlin© dpa
    Teilnehmer der Demonstration linker Gruppen zum 1. Mai in Berlin.
  • 1. Mai 2018© dpa
    Zahlreiche Menschen feiern in Kreuzberg beim «Myfest» den Tag der Arbeit.
  • Kundgebung und Kinderfest des DGB© dpa
Berlin stimmt sich schon an diesem Dienstag auf den 1. Mai am Mittwoch ein. Bereits am Dienstagnachmittag ziehen linke Gruppen wie üblich durch den Stadtteil Wedding, um gegen hohe Mieten zu protestieren. Die Demonstration mit dem Titel «Hände weg vom Wedding» beginnt um 17 Uhr am Leopoldplatz und läuft durch die Gegend rund um die Müllerstraße. Die Polizei ist mit einem größeren Aufgebot vertreten, geht aber von einem eher friedlichen Verlauf aus.

Walpurgisnachtfeiern am Dienstag

Am Dienstagabend wollen Tausende Menschen im Mauerpark in Prenzlauer Berg sowie in anderen Parks in Kreuzberg und Friedrichshain feiern. Eine offizielle Feier im Mauerpark wurde vom Veranstalter jedoch abgesagt. Gleichzeitig wollen sich Linksautonome an der Ecke Rigaer Straße und Liebigstraße, dem sogenannten Dorfplatz der Szene vor den ehemals besetzten Häusern, zur Walpurgisnacht treffen. Bei früheren Walpurgisnachtfeiern in der Gegend kam es immer mal wieder zu Sachbeschädigungen und Angriffen auf Polizisten.

Mittwoch beginnt mit einer großen Gewerkschafts-Demo

Der Feiertag am Mittwoch beginnt mit der großen Demonstration der Gewerkschaften. Tausende Menschen laufen oder fahren mit Rädern, Rollschuhen oder Motorrädern am Vormittag vom Hackeschen Markt zum Brandenburger Tor.

Linke Gruppen wollen durch Grunewald ziehen

Mittags gibt es eine satirische Demonstration linker Gruppen im Villenviertel Grunewald. Der Protest richtet sich gegen hohe Mieten und das Geschäft mit Wohnungen.

Highlight in Kreuzberg: das Myfest

Am Nachmittag beginnt das große Straßenfest Myfest in Kreuzberg mit Zehntausenden überwiegend jungen feiernden Menschen. 1600 Polizisten sollen für einen friedlichen Ablauf sorgen. Die Polizei richtet zwei Sperrkreise für den Autoverkehr ein, auch als Schutz gegen Terroranschläge. Daher werden auf Zufahrtsstraßen und Brücken auch wieder große, mit Wasser gefüllte Kunststoffwürfel als Blockaden aufgestellt.

«Revolutionärer 1. Mai» in diesem Jahr in Friedrichshain

Am Abend um 18 Uhr wollen linksextreme und linksautonome Gruppen mit der üblichen Demonstration «Revolutionärer 1. Mai» durch Friedrichshain ziehen. Ob die nicht angemeldete Demonstration auch an den früher besetzten und jetzt noch umkämpften Häuser in der Rigaer Straße vorbei laufen darf, will die Polizei nach eigener Aussage erst am gleichen Abend entscheiden - abhängig von der Teilnehmerzahl.

5500 Polizisten sichern Berlin an beiden Tagen

In ganz Berlin sind es an dem Tag knapp 5500 Polizisten, von denen ein Teil aus mehreren anderen Bundesländern und von der Bundespolizei kommt. 2000 Polizisten sollen allein in Friedrichshain im Einsatz sein, um Gewaltausbrüche wie früher in Kreuzberg zu verhindern. Nach der abendlichen Demonstration mit teilweise mehr als 10 000 Teilnehmern hatte es früher regelmäßig Straßenschlachten zwischen Randalierern und der Polizei gegeben. In den vergangenen Jahren beruhigte sich die Lage zunehmend.
I Love You But I've Chosen Disco @ Puro III
© W. Brückner

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. April 2019