Grüne kritisieren Maifeste in Kreuzberg

Grüne kritisieren Maifeste in Kreuzberg

Die Berliner Grünen sehen das riesige Straßenfest am 1. Mai in Kreuzberg inzwischen kritisch. Die Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Antje Kapek, die selbst in Kreuzberg wohnt, sagte am Mittwoch, man denke über Veränderungen nach. «Statt stetig neuer Besucherrekorde brauchen wir mehr Klasse statt immer mehr Masse.»

1.Mai in Berlin

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Zahlreiche Menschen feiern in Kreuzberg beim "Myfest" den 1. Mai.

Konkrete Vorschläge dazu gibt es aber noch nicht. Zuerst sollen die organisierten Feste «MyFest» in der Görlitzer Straße und «MaiGörli» im Park nachträglich bewertet werden. «Entscheidend für die Zukunft ist, dass die Akzeptanz der Kreuzberger für die Partymassen am 1. Mai erhalten bleibt», bemerkte Kapek.

Besucherzahlen steigen stetig

Der von den Grünen regierte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hatte das Straßenfest vor Jahren ins Leben gerufen, um den Weg für die schon traditionell gewalttätige Demonstration durch die Oranienstraße zu blockieren. In den Folgejahren kamen immer mehr Partybesucher - vor allem sehr junge Leute aus Berlin, dem Umland und ausländische Touristen.

Partymeile reicht mittlerweile bis zum Görlitzer Park

Eine wachsende Zahl Kneipen, Imbisse, Bars und Restaurants stellten Lautsprecher und Theken auf die Straße. Die Trink- und Partymeile breitete sich bis in den Görlitzer Park aus. Dort veranstaltete der Bezirk dieses Jahr ein eigenes organisiertes Fest mit extra Bühnen und lockte dadurch noch mehr Besucher an, die sich in die angrenzenden Straßen verteilten.

Hinterlassenschaften der Partys unerwünscht, aber zahlreich

Die Müllberge wurden immer größer, und weil es zu wenig Toiletten gibt, bleiben vom Partyvolk auch sonst unliebsame Hinterlassenschaften übrig. Die Stadtreinigung schaffte am Mittwoch rund 150 Kubikmeter Abfall beiseite, vor allem Flaschen, Becher und Essenreste.
1. Mai Berlin
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1. Mai - Nachrichten

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Mai 2018