«Window Flicks»: Kinofilm an der Fassade

«Window Flicks»: Kinofilm an der Fassade

Die Kinos sind bundesweit geschlossen. Einige Berliner können nun trotzdem Filme im Großformat gucken - vom eigenen Fenster oder Balkon aus.

  • Ein Paar sieht sich auf der Fassade gegenüber einen Film an© dpa
    Ein Paar sieht sich auf der gegenüberliegenden Fassade einen Film an.
  • Fassadenkino: Window flicks (1)© dpa
    23.04.2020, Berlin: Im Rahmen der Aktion "Windowflicks" beschenkt Christian eine Anwohnerin der Wilhelmstraße mit einer Tüte Popcorn. Die Berliner Arthousekinos haben sich zum Berliner Fassadenkino Windowflicks zusammengetan, mit dem sie nach eigenen Angaben Berlinern "das Zuhausebleiben während der Corona-Krise versüßen" und auf die Ende März gestartete Unterstützerkampagne "Fortsetzung folgt" aufmerksam machen wollen.
  • Fassadenkino: Window flicks (3)© dpa
    23.04.2020, Berlin: Der Architekt Olaf Karkhoff von Meta Grey steht im Rahmen der Aktion "Windowflicks" auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Wilhelmstraße.
  • Fassadenkino: Window flicks (2)© dpa
    23.04.2020, Berlin: Bewohner einer Wohnung in der Wilhelmstraße sehen sich an der Fassade gegenüber den Film "Loving Vincent" an. Die Berliner Arthousekinos haben sich zum Berliner Fassadenkino Windowflicks zusammengetan, mit dem sie nach eigenen Angaben Berlinern "das Zuhausebleiben während der Corona-Krise versüßen" und auf die Ende März gestartete Unterstützerkampagne "Fortsetzung folgt" aufmerksam machen wollen.

Mit dem Ziel, die Verbreitung des Coronavirus zu hemmen, gelten bis 30. November umfangreiche Beschränkungen. Den aktuellen Stand der Verordnung über erforderliche Maßnahmen finden Sie immer unter: www.berlin.de/corona

Das Projekt «Window Flicks» organisiert in abwechselnden Innenhöfen ein Fassadenkino. Am Donnerstagabend lief «Loving Vincent» über den Künstler Vincent van Gogh auf einer Hauswand. Die Idee stammt von einem Architektur- und Kunstbüro, das sich mit einem interdisziplinären Team auch mit Lichtprojekten beschäftigt. «Wir wollten, dass die Menschen zuhause bleiben. Und da können wir mit unseren Projektoren doch Kultur in die Höfe bringen», erklärt Geschäftsführer Olaf Karkhoff von Meta Grey.

«Fortsetzung: Folgt.»: Über 100.000 Euro gespendet

Die Menschen schauen etwa aus ihren Wohnungen zu - und halten damit die Abstandsregeln ein. Mit dem Projekt wird eine Spendenkampagne für die Programmkinos der Hauptstadt unterstützt. Ende März hatten sich mehrere Filmtheater bei der Plattform Startnext zusammengeschlossen, seitdem wurden rund 100 000 Euro gespendet.

Kinos leiden erheblich unter der Corona-Krise

Die Einschränkung des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie macht Kinos in ganz Deutschland zu schaffen. Kinoverbände fordern von der Politik mehr finanzielle Unterstützung und einen Plan zur Wiedereröffnung. Es müssten zudem auch Minijobber oder Studenten, die oft an Kinokassen aushelfen, Kurzarbeitergeld bekommen können.

«Wir sind wirklich überwältigt von der Resonanz.»

Auch in Italien wurden Filme auf Hausfassaden schon ausprobiert, unter dem Schlagwort #CinemaDaCasa. In Berlin können sich etwa Mieter oder Hausbesitzer für das Projekt melden. «Es bewerben sich sehr viele», sagte Karkhoff. «Wir sind wirklich überwältigt von der Resonanz.» Sie würden das Projekt mithilfe von Partnern gerne ausbauen - und zum Beispiel auch Konzerte zeigen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. April 2020 16:50 Uhr

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