Schauspielverband: Lage ist existenzbedrohend

Schauspielverband: Lage ist existenzbedrohend

Theater sind geschlossen, Kinostarts verschoben, Dreharbeiten unterbrochen: Die Corona-Krise stellt nach Einschätzung eines Berufsverbands etliche Schauspieler vor finanzielle Probleme.

Antoine Monot

© dpa

Der Schauspieler Antoine Monot Jr. bei einer Vetleihung.

Mit dem Ziel, die Verbreitung des Coronavirus zu hemmen, gelten bis 22. Dezember umfangreiche Beschränkungen. Den aktuellen Stand der Verordnung über erforderliche Maßnahmen finden Sie immer unter: www.berlin.de/corona

Der Beratungsbedarf habe sich seit Beginn der Krise extrem erhöht, sagte Antoine Monot vom Bundesverband Schauspiel (BFFS) am 01. April 2020. Grund seien Verdienstausfälle.
«Die wenigsten waren in der Vergangenheit dazu in der Lage, Rücklagen zu bilden», sagte Monot («Ein Fall für zwei»). Das führe nun zu einer «existenziellen Bedrohung». Überall seien die Arbeiten so gut wie eingestellt, sagte sein Schauspielkollege Heinrich Schafmeister («Der Staatsanwalt», «Die Camper»).
Für die Filmbranche sei nun die Möglichkeit zur Kurzarbeit in einem Tarifvertrag geregelt worden. Der Verband rief Schauspieler dazu auf, diese Möglichkeit - falls sie angeboten wird - anzunehmen und so auch Produzenten zu helfen. Für Synchronsprecher, die teils noch im Studio seien, forderte der Verband ausreichenden Gesundheitsschutz.
Nach Angaben des Verbands gibt es schätzungsweise 15 000 bis 20 000 Schauspieler in Deutschland. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind nicht nur viele Geschäfte und andere Betriebe geschlossen, sondern auch Kultureinrichtungen wie Theater. Auch Dreharbeiten wurden abgebrochen oder verschoben.
Innenraum des Theaters "Die Wühlmäuse
© Peter Badge

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 1. April 2020 16:40 Uhr

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