«Der Fall Claas Relotius»: «Spiegel»-Fälscherskandal wird verfilmt

«Der Fall Claas Relotius»: «Spiegel»-Fälscherskandal wird verfilmt

Michael «Bully» Herbig soll den Fälscherskandal beim «Spiegel» auf die Leinwand bringen.

Michael «Bully» Herbig

© dpa

Michael «Bully» Herbig, Regisseur und Schauspieler.

In dem Film «Der Fall Claas Relotius» übernimmt Herbig («Der Schuh des Manitu», «Ballon») die Regie, wie die Produktionsfirma Ufa Fiction am Montag (30. September 2019) in Potsdam mitteilte. Zuvor hatte bereits die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet. Der Kinofilm basiert auf dem Buch «Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus» des «Spiegel»-Reporters Juan Moreno, der seinen Kollegen Relotius der Lüge überführte.

Fälscherskandal betraf rund 60 Texte

Der «Spiegel» hatte den Skandal Ende 2018 selbst öffentlich gemacht. Dem Magazin zufolge waren seit 2011 rund 60 Texte im Heft und bei «Spiegel Online» erschienen, die Relotius geschrieben hat oder an denen er beteiligt war. Darin hatte er zum Teil Protagonisten und Szenen erfunden. Moreno war ihm bei der Recherche zu einer gemeinsamen Geschichte auf die Schliche gekommen.

Verfilmung des Lebens von Siegfried & Roy ebenfalls geplant

Es ist nicht das einzige Projekt, das die Ufa mit Herbig plant, der dem komischen Fach, mit dem er bekannt wurde, vor einigen Jahren abgeschworen hat. Mit «Siegfried & Roy» wird er auch die Lebensgeschichte der beiden berühmten Magier verfilmen. «Beide Stoffe schreien förmlich danach, für die große Leinwand produziert zu werden», sagte Herbig laut Mitteilung.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. September 2019 09:42 Uhr

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