Eliza Hittman: Frauen oft an den Rand gedrängt

Eliza Hittman: Frauen oft an den Rand gedrängt

Mit ihrem Drama «Never Rarely Sometimes Always» geht US-Regisseurin Eliza Hittman ins Rennen um den Goldenen Bären der Berlinale.

Die Regisseurin Eliza Hittman während der Berlinale

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Die Regisseurin Eliza Hittman während der Berlinale.

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Der Film erzählt von der ungewollten Schwangerschaft einer 17-Jährigen. Die Idee zum Film sei ihr bereits vor einigen Jahren gekommen, sagte Hittman am 25. Februar 2020 in Berlin. Damals habe sie gelesen, dass Frauen von Irland nach London reisen, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Sie sei sehr bewegt davon gewesen, dass Frauen solche Reisen machen müssten - auch in den USA von ländlichen Gegenden in die Städte.
Die Regisseurin erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte, in der sie auch sexuelle Gewalt und Belästigung thematisiert. Leider gehöre es für junge Frauen zum Erwachsenwerden dazu, dass man lerne, sich gegen übergriffiges Verhalten zu schützen, sagte Hittman.
Kino biete die Möglichkeit, das Publikum auf eine Reise mitzunehmen und die Perspektive von anderen zu sehen. Frauen und ihre Probleme werden ihrer Meinung nach oft noch zu wenig beachtet, sondern eher an den Rand gedrängt. Sie habe für ihren Film mit vielen Einrichtungen gesprochen. «Es ist eine dringende Geschichte.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 26. Februar 2020 08:34 Uhr

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