Für Catherine Deneuve ist Populismus keine Lösung gegen Terrorismus

Für Catherine Deneuve ist Populismus keine Lösung gegen Terrorismus

Die französische Schauspielerin Catherine Deneuve (75) hat sich bei der Frage nach Ursachen von Terrorismus für mehr Verständnis an Stelle von schnellen Urteilen ausgesprochen.

Catherine Deneuve

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Catherine Deneuve äußert such zu Frage nach Ursachen von Terrorismus.

Gegen populistische Vorschläge von Seiten verantwortlicher Politiker hat sie einen Rat an die Menschen: «Sie sollten die Regierung wechseln», sagte Deneuve am Dienstag (12. Februar 2019) in Berlin vor der Vorstellung des Films «L'adieu à la nuit» («Farewell to the Night») von André Téchiné während der Berlinale.

Catherine Deneuve spielt die Großmutter eines von Terrorismus faszinierten Jungen

In dem Film spielt Deneuve eine Pferdezüchterin, die aus ihrem romantischen Leben gerissen wird durch ihren von Islamismus und Terrorimus angezogenen Enkel Alex (Kacey Mottet Klein). Von den Personen im Film und der Geschichte sei sie sehr emotional berührt gewesen, berichtete Deneuve.

Originalvorlagen von Gesprächen mit radikalisierten Aussteigern

Téchiné und seine Co-Autorin Léa Mysius nutzen für den Film Originalvorlagen mit Gesprächen von radikalisierten Aussteigern. Aus Sicht Téchinés markiert das Internet bei solchen Entwicklungen den Anfang von Weiterverbreitung und Ansteckung mit radikalen Gedanken. Religiöse Vorgaben und Verhaltensregeln ließen dann keine politische Freiheit mehr. «Die Religion vereinnahmt die politische Autonomie», sagte Téchiné.

«Junge Menschen finden im Internet genau die Antworten, die sie finden wollen»

«Junge Menschen finden im Internet genau die Antworten, die sie finden wollen», sagte Schauspieler Stéphane Bak (Bilal). Dies seien dann eben nicht die Antworten von Eltern oder aus einer Moschee.
65. Berlinale - Nobody Wants the Night
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. Februar 2019