Rissenbeek: Lage für deutsche Filme im Ausland schwierig

Rissenbeek: Lage für deutsche Filme im Ausland schwierig

Die künftige Berlinale-Chefin Mariette Rissenbeek wünscht sich mehr Unterstützung für deutsche Filme auf internationalem Parkett.

Mariette Rissenbeek

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Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin der Berlinale ab 2020.

«Deutsche Filme kommen bei Festivals im Ausland gerade dann gut an, wenn sie eine spezifische Prägung haben oder ein spezifisches Thema behandeln. Dann finden sie dort auch ein Publikum», sagte Rissenbeek am 05. Februar 2019 während einer Diskussion zur kulturellen Filmförderung in der Akademie der Künste in Berlin.
«Im Kino im Ausland ist es etwas schwieriger, da kann man renommierte Regisseure ins Kino bringen, bei Debütfilmen ist das sehr schwierig», sagte die gebürtige Niederländerin. Sie übernimmt im Frühjahr als Geschäftsführerin neben dem künstlerischen Leiter Carlo Chatrian die Berlinale-Spitze vom bisherigen Festivalleiter Dieter Kosslick.
Die Verleihsituation sei nicht anders als in Deutschland, sagte Rissenbeek. «Die Verleiher haben immer größere Schwierigkeiten, in einem normalen Kino an ein Publikum zu kommen, das auch besondere Filme sehen will.»
Es sei eine sehr gezielte Arbeit, Menschen für einen Film zu erwärmen und dafür zu gewinnen. Dafür müsse ein Kino im Lauf der Jahre ein Profil entwickeln, um sein Publikum zu halten. Dabei äußerte sie Zweifel, «ob jeder Verleiher im Ausland die richtigen Kinos für einen deutschen Film kennt». Kinos sollten gezielt inspiriert werden, bestimmte Filme, Filmprogramme und Profile zu zeigen, sagte Rissenbeek.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Februar 2019