BFC, Dynamo und Vorwärts: Aushängeschilder von Polizei, Stasi und Armee

BFC, Dynamo und Vorwärts: Aushängeschilder von Polizei, Stasi und Armee

Mit dem BFC Dynamo, Dynamo Dresden und dem ASK Vorwärts Berlin waren im Fußball der DDR besondere Vereine eingegliedert.

Bruno Labbadia und Frank Rohde

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Bruno Labbadia und Frank Rohde.

Während der BFC Dynamo unter Aufsicht von Stasi-Chef Erich Mielke zehn Titel in Serie holte, dominierte der Armeesportklub aus Strausberg die Anfänge der Oberliga nach dem Mauerbau. Die Nationale Volkspolizei besaß in Dynamo Dresden ihr sportliches Aushängeschild. «Es war ja kein Geheimnis. Wir hatten Uniform und sogar einen Stahlhelm. Spieler hatten einen Dienstgrad, nachdem wurden sie bezahlt», sagt der frühere Trainer Eduard Geyer, der mit seiner Mannschaft auch schon «im Trainingsanzug zur Schießübung gefahren» wurde.
Während der Verein aus der sächsischen Metropole Sympathien in der Republik genoss, war der Mielke-Club aus der Hauptstadt bei den meisten Fußball-Fans verhasst. «Wir waren der böse Stasiverein, klar», sagte Frank Rohde anlässlich des 50. Vereinsbestehens 2016, «wir kamen aus der Hauptstadt, in der es mehr gab als anderswo. Orangen etwa oder Bananen. Da war der Groll auf Dynamo und die Stasi - und der Neid auf den Erfolg, den wir hatten». Hinzu kamen Bevorteilungen durch Schiedsrichter.
Die Kicker des Armee Sport Klubs Vorwärts Berlin verzichteten auf unlautere Hilfen. Sie holten von 1958 und 1965 vier Meisterschaften und wurden Anfang der 70er Jahre nach Frankfurt/Oder delegiert. Die Nachfolge-Vereine und -Mannschaften mussten nach der politischen Wende den Gang in die unteren Ligen antreten. Lediglich Dynamo Dresden hielt sich, spielte teilweise sogar in der Bundesliga und ist derzeit in der zweiten Liga dabei.
Olympiastadion in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Oktober 2019