Berlins Kultursenator Lederer will 8. Mai als bundesweiten Feiertag

Berlins Kultursenator Lederer will 8. Mai als bundesweiten Feiertag

Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat sich für den 8. Mai als bundesweiten Feiertag ausgesprochen.

Kultursenator Klaus Lederer spricht bei einer Pressekonferenz

© dpa

Kultursenator Klaus Lederer.

Der Tag von Kriegsende und Befreiung 1945 müsse ein größeres Gewicht bekommen, sagte der Linke-Politiker am Montag (27. April 2020) in Berlin. «Der Tag des endgültigen Sieges über das verbrecherische System, das so vollständig mit jedem Humanismus gebrochen hat, so entsetzliche viele singuläre Verbrechen begangen hat, sollte in jedem Jahr als gesetzlicher Feiertag begangen werden», sagte Lederer.

8. Mai 2020 ist in Berlin ein Feiertag

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete 1945 der Zweite Weltkrieg. Zum 75. Jahrestag ist der 8. Mai in diesem Jahr ein Feiertag in Berlin. «Es gibt keinen besseren Ort, um den Sieg über den Faschismus zu feiern», sagte Lederer.

Wegen Corona: Keine Großveranstaltung am Brandenburger Tor

Entgegen ursprünglichen Planungen wird es in Folge der Corona-Pandemie zur Erinnerung aber keine großen Veranstaltungen am Brandenburger Tor und an anderen historischen Orten in Berlin geben. Die dort vorgesehenen Projekte wurden abgesagt. Als Alternative ist vom 2. Mai bis zum 2. September die virtuelle Ausstellung «Nach Berlin» vorgesehen.
Am 2. Mai 1945 endete mit der Kapitulation Berlins vor den sowjetischen Truppen der Kampf um die Hauptstadt. Der 8. Mai markiert mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht die Befreiung Deutschlands und das Kriegsende in Europa. Am 2. September ging dann mit der Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg zu Ende.

App zeigt historische Orte zum Zeitpunkt des Kriegsendes

«Wir mussten einiges ändern, konnten aber an vielen Stellen digitalisieren», sagte Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte Berlin. So können über eine App historische Orte von ihrem heutigen Erscheinungsbild umgewandelt werden in das Berlin der Kriegsjahre und des Kriegsendes. Analog wird am 8. Mai ein Dank in den Sprachen der vier Siegermächte am Brandenburger Tor zu sehen sein.

Digitale Ausstellung mit 20 Storylines

Nach Angaben von Projektleiterin Simone Leimbach wurden für die digitale Ausstellung unter anderem 20 Storylines entwickelt, die von Originalschauplätzen wie Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor, Alexanderplatz oder der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen ausgehen. Integriert wurden zudem Zeitzeugenberichte und mehr als 250 historische Aufnahmen.

Zentraler Staatsakt vor dem Reichstag abgesagt

Ebenfalls abgesagt ist bereits der zentrale Staatsakt vor dem Reichstagsgebäude. Dort sollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor zahlreichen Gästen aus dem Ausland an Kriegsende und Befreiung erinnern.
Kapitulation am 8. Mai 1945
© Timofej Melnik

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. April 2020 08:25 Uhr

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