Andrang beim Tag der offenen Tür in den Berliner Ministerien

Andrang beim Tag der offenen Tür in den Berliner Ministerien

Panzer und Erbsensuppe im Verteidigungsministerium, Weltmusikklänge im Entwicklungsministerium: Die Berliner Regierungsstellen präsentieren sich am Wochenende den Bürgern. Teils gibt es Warteschlangen.

Tag der offenen Tür der Bundesregierung

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Besucher am Tag der offenen Tür der Bundesregierung vor dem Bundeskanzleramt. Foto: Christoph Soeder

Die Berliner Ministerien laden die Bürger zum Besuch ein: Unter dem Motto «Hallo, Politik» hat die Bundesregierung am Samstag bei einem ersten Tag der offenen Tür über ihre Arbeit informiert. Besuche sind auch noch am Sonntag möglich. Zu den Höhepunkten gehört dann der traditionelle Rundgang von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) durch ihren Amtssitz, das Bundeskanzleramt.
Andere Regierungsmitglieder waren schon am Samstag in ihren Ministerien oder im Gebäude der Bundespressekonferenz zu erleben. So machte Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer einen Rundgang auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums, wo Besucher zwischen Infoständen und ausgestellten Waffensystemen flanierten. Aus dem Entwicklungsministerium erklang Weltmusik. Die Bundesregierung teilte mit, sie habe am Samstag rund 67 000 Besuche gezählt.
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) rief dazu auf, mit Sanktionen gegen das Schulschwänzen bei Teilnehmern an den Freitagsdemonstrationen für Klimaschutz verantwortungsvoll umzugehen. Sie finde es toll, wie junge Menschen sich beim Thema Klimaschutz engagierten - «da habe ich den ganz großen Respekt davor», sagte Lambrecht. Dass die jungen Menschen das Thema in die Mitte der Bevölkerung gebracht hätten, sei klasse. «Und das muss man auch mal wirklich honorieren.»
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kritisierte die große Zahl von E-Tretrollern - Mietrollern mit Elektroantrieb - in Berlin. «Ja, ich finde sie hier in der Stadt auch total nervig», sagte Schulze. «Sie sind für mich auch kein Beitrag zum Klimaschutz, sondern wirklich Spaß.» Auf die Frage einer Studentin, welche Rolle der Klimaschutz in ihrem persönlichen Alltag spiele, sagte die Ministerin, sie fahre sehr viel Rad, esse seit vielen Jahren kein Fleisch und nutze beim Einkaufen keine Plastiktüten. Sie könne sich zudem gar nicht vorstellen, mit dem Flugzeug in den Urlaub zu reisen.
Interessierte haben am Sonntagnachmittag die Möglichkeit, Regierungschefin Merkel in ihrem Arbeitsumfeld zu erleben, mit ihr ins Gespräch zu kommen und Fotos zu machen. Auf einer Bühne will Merkel mit der Olympiasiegerin und ehemaligen Bahnradfahrerin Kristina Vogel und einem der erfolgreichsten deutschen Skirennfahrer, Felix Neureuther, sprechen.
An beiden Tagen können die Gäste einen kostenlosen Shuttle-Service mit Bussen nutzen. An den Eingängen der beteiligten Häuser gibt es Sicherheitskontrollen. Besucher müssen einen Lichtbildausweis vorzeigen und sollten auf größere Gepäckstücke verzichten.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. August 2019