Künstler protestieren nach Ermittlungen gegen Künstlergruppe

Künstler protestieren nach Ermittlungen gegen Künstlergruppe

Auch nach Einstellung der Ermittlungen gegen den Gründer der Künstlergruppe «Zentrum für politische Schönheit» (ZPS) gibt es weiter Protest.

Das Maxim Gorki Theater in Berlin

© dpa

Das Maxim Gorki Theater in Berlin.

Das Berliner Maxim Gorki Theater, das in der Vergangenheit mit der Künstlergruppe zusammengearbeitet hat, forderte am 11. April 2019 in einem offenen Brief, den Vorfall aufzuarbeiten. Zu den Erstunterzeichnern gehören nach Theaterangaben zahlreiche Künstler und Politiker. Die Staatsanwaltschaft Gera habe «massiv in die Grundrechte von Künstler*innen» eingegriffen, heißt es darin.
Die Thüringer Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, kündigte bei Twitter an, die Ermittlungen auch im Landtag thematisieren zu wollen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Künstler wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Hintergrund war die Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals, die die Gruppe in Nachbarschaft des Wohnhauses von AfD-Politiker Björn Höcke im thüringischen Bornhagen (Eichsfeld) im November 2017 aufgestellt hatte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 11. April 2019