Mehr als 350 000 Besucher auf lesbisch-schwulem Stadtfest

Mehr als 350 000 Besucher auf lesbisch-schwulem Stadtfest

Eine Woche vor der Parade zum Christopher Street Day wurde in Schöneberg die Regenbogen-Fahne hochgehalten. Beim lesbisch-schwulen Stadtfest wurde gefeiert, getanzt und ein Zeichen gegen Judenhass gesetzt.

26. Lesbisch-Schwules Stadtfest Berlin

© dpa

Besucher des 26. Lesbisch-Schwulen Stadtfestes in Berlin.

Feiern für mehr Gleichberechtigung - mehr als 350 000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Wochenende das lesbisch-schwule Stadtfest in Berlin-Schöneberg besucht. Bei bestem Sommerwetter wurde an beiden Tagen zu der Musik auf den fünf Festbühnen getanzt. Am Nachmittag des 22. Juli machte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) einen Rundgang. Am Samstag unterzeichneten 120 Unternehmer aus dem Regenbogenkiez einen Aufruf gegen Antisemitismus.

Motto dieses Jahr: «Gleiche Rechte für Ungleiche - weltweit!»

Eröffnet wurde das Stadtfest am Samstag vom ehemaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Weitere Gäste am Samstag waren Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und die Rechtsanwältin Seyran Ates. Die Aktivistin und Kulturvermittlerin Mahide Lein erhielt den Rainbow Award, mit dem Personen und Gruppen ausgezeichnet werden, die sich um lesbisch- schwule Belange verdient gemacht haben.

Viele Besucher, schönes Wetter und gute Stimmung

Schon am ersten Tag drängten die Besucher über das Gelände am Nollendorfplatz zwischen den Bühnen und Ständen. Einer posierte mit rosafarbenem Shirt, Fächer und Regenbogenfahne. Die Veranstalter zeigten sich sehr glücklich über den Verlauf der beiden Tage und sprachen von einer «Superstimmung». Auch wegen des guten Wetters zählten sie an beiden Tagen mehr Besucher als im Vorjahr. Den Angaben zufolge ist das Stadtfest das größte seiner Art in Europa.

120 Unternehmen aus dem Kiez unterzeichneten einen Aufruf gegen Antisemitismus.

Der Aufruf war den Angaben zufolge am Freitag von dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo veröffentlicht worden. Hintergrund sind Beleidigungen und Bedrohungen gegen den Betreiber des israelischen Restaurants «Feinberg's». «Antisemitische Übergriffe, die wir derzeit in Berlin erleben, erneut auch im Regenbogenkiez gegen das Restaurant «Feinberg's», sind für uns unerträglich», heißt es in dem Aufruf. Das lesbisch-schwule Stadtfest findet im Rahmen des Pride-Months statt, während welchem Menschen, die sich als LGBTQI* identifizieren, ihre Existenz feiern. Die nächste Veranstaltung ist der Christopher Street Day.
Lesbisch-Schwules Stadtfest
© Brigitte Dummer

Lesbisch-Schwules Stadtfest

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Regenbogenfahne
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. Juli 2018