Akademie der Künste setzt Zeichen für Kunstfreiheit

Akademie der Künste setzt Zeichen für Kunstfreiheit

Als Protest gegen die geplante Übermalung eines Gedichts des Lyrikers Eugen Gomringer an einer Berliner Hochschule zeigt die Akademie der Künste an ihrer Fassade nun ein anderes Werk des Dichters.

Präsidentin Jeanine Meerapfel

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Präsidentin Jeanine Meerapfel.

Mit dem Gedicht «schweigen», das das Wort in unterschiedlichen Schriftzügen wiederholt, setze die Akademie ein Zeichen für die Kunstfreiheit, erklärte Präsidentin Jeanine Meerapfel am Dienstag. Die Worte an der Fensterfront in der ersten Etage im Haus am Brandenburger Tor sollen bis auf weiteres dort stehenbleiben.

Präsidentin Meerapfel: Kunst darf man nicht instrumentalisieren

«Das Wesen und die Freiheit der Kunst sind bedroht, wenn man sie zu instrumentalisieren versucht», erklärte Meerapfel. Gomringer, der Akademie-Mitglied ist, sei einer der bedeutendsten Vertreter der Konkreten Poesie.

Gedicht «avenidas» verursacht Debatte über Kunstfreiheit

Um das Gedicht «avenidas» des Schweizers gibt es seit Wochen eine Debatte über Zensur und Kunstfreiheit. Der Akademische Senat der Berliner Alice Salomon Hochschule hatte beschlossen, Gomringers auf Spanisch verfasstes Gedicht «avenidas» übermalen zu lassen - weil es sexistisch sei. Dabei geht es um den Satz: «Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer». Damit würden Frauen, so die Kritiker, zum Objekt männlicher Bewunderung degradiert.
Akademie der Künste Pariser Platz
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Akademie der Künste Pariser Platz

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Februar 2018