6. Sitzung: Energie, 31.05.2022

Müssen wir in Zukunft Strom sparen? Wie gelingt die Umstellung von Öl- und Gasheizung auf Wärmepumpe? Wie kommen die Solaranlagen auf die Dächer?

Letzte Woche ging es beim Klimabürger:innenrat um das Thema Energie. Dabei schauten sich die Mitglieder sowohl die Strom- als auch die Wärmeversorgung der Hauptstadt an. Zu Gast waren die Themenpat:innen Katharina Umpfenbach und Arwen Colell. Im Vortrag gehen die beiden auf die Frage ein, wie der Umbau zu einer klimaneutralen Strom- und Wärmeversorgung gelingen kann und erklären unterschiedliche Szenarien zum Ausbau von PV-Anlagen sowie zur Umsetzung der Wärmewende.

Video: Energie Vortrag

Thumbnail Vortrag Energie

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Formate: video/youtube

Katharina Umpfenbach arbeitet am Ecologic Institut. Sie forscht unter Anderem zum deutschen Kohleausstieg sowie der Rolle von Verbraucher:innen in der Energiewende. Dr. Arwen Colell ist Mitglied im Aufsichtsrat von Stromnetz Berlin und Bürgerenergie Berlin. Ihr Schwerpunkt liegt auf nachhaltiger Energieinfrastruktur und deren Steuerung.

Im Anschluss an den Vortrag hatten wie üblich alle Mitglieder Gelegenheit, Fragen zu stellen. In den Kleingruppen wurde zu folgenden Fragestellungen diskutiert:

  • Wie wichtig ist Ihnen am PV-Ausbau beteiligt zu sein? Wäre die finanzielle Beteiligung an einer PV-Bürgerenergieanlage aus Ihrer Sicht interessant?
  • Wären Sie bereit Ihren Energieverbrauch in bestimmte Zeiten zu schieben in denen viel erneuerbarer Strom produziert aber wenig verbraucht wird?
  • Wie kann der PV Ausbau auf öffentlichen Dächern und auf Wohngebäuden vorangetrieben werden?
  • Können Sie sich vorstellen, dass die Stadt für Sie entscheidet, wie Ihr Haus oder Ihre Wohnung klimaneutral mit Wärme versorgt wird? Was ist Ihnen dabei wichtig? Wie sollte das aus Ihrer Sicht ausgestaltet sein?
  • Von wem wünschen Sie sich Beratung in der Wärmeversorgung? Wie sollte diese gestaltet sein?

Als Anregung für die Diskussion gab es in der Sitzung zum Thema Energie zwei Alltagsgeschichten ‚aus der Zukunft‘. Die Alltagsgeschichte zum Thema Wärme gibt einen Einblick in die Zukunft ohne Öl- und Gasheizung:

„Langsam wird es warm in der Wohnung. Die Heizung beginnt nach der Pause in der Nacht wieder zu heizen. Camela erinnert sich an den Winter zurück, als die Gaspreise plötzlich so teuer wurden, dass sie sich jeden Morgen entscheiden musste, ob sie nun die Heizung anschalten kann oder nicht. Anton war gerade erst geboren und sie hat ihn immer dick in Decken eingewickelt durch die Wohnung getragen. Klar, sie hat sich dann erst mal einen günstigeren Gasanbieter gesucht, aber einen großen Unterschied hat das nicht gemacht.“

Die ganze Geschichte gibt es im Video.

Video: Alltagsgeschichte Wärme

Thumbnail Wärmewende Vortrag

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Formate: video/youtube

Auch das Thema Stromversorgung wurde in einer Alltagsgeschichte veranschaulicht. Wir lernen Owen und Ashley kennen, die sich für einen smarten Mieterstromtarif entschieden haben:

Der Tarif kombiniert Strom vom eigenen Dach mit erneuerbar erzeugtem Strom aus der Region. Wenn die Anlage nicht genug produziert, werden sie mit grünem Strom aus der Region oder aus Stromspeichern versorgt. Ihr Stromtarif ist deshalb besonders günstig, weil sie den Verbrauch der großen Geräte im Haushalt wie der Waschmaschine steuern lassen. Die Geräte gehen dann an, wenn die eigene Solaranlage produziert oder viel Windstrom aus Brandenburg vorhanden ist und der Strom daher besonders günstig ist. Für die beiden funktioniert das gut, aber sie haben keine kleinen Kinder und planen auch keine zu haben, wo man schnell mal zwischendurch viel Wäsche waschen muss.

Video: Alltagsgeschichte Strom

Thumbnail Vortrag Solarstrom

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Formate: video/youtube

Die Sitzung zum Thema Energie war die letzte Themensitzung. Am 14. Juni geht es weiter mit einer Offenen Diskussion, in der verschiedene von den Mitglieder des Rates vorgeschlagene Punkte angesprochen werden. Wenige Tage später, am 18. Juni ist es dann soweit und der Klimabürger:innenrat stimmt über die finalen Empfehlungen ab!