«She Said»: Maria Schrader verfilmt Enthüllungen über Weinstein

«She Said»: Maria Schrader verfilmt Enthüllungen über Weinstein

Die deutsche Filmemacherin Maria Schrader (55, «Unorthodox») soll für das Hollywoodstudio Universal Pictures einen Film über die Enthüllung des Weinstein-Skandals drehen.

Filmemacherin Maria Schrader

© dpa

Schauspielerin und Filmemacherin Maria Schrader.

Die Agentur Just Publicity bestätigte am 08. Juni 2021 entsprechende Berichte von US-Filmportalen. Das Projekt «She Said» basiert auf dem Buch der «New York Times»-Reporterinnen Jodi Kantor und Megan Twohey. Der Film soll erzählen, wie die Reporterinnen im Herbst 2017 Vorwürfe gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein öffentlich gemacht hatten. Er wurde später wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt. Weinstein sitzt die Strafe in einem Gefängnis im US-Staat New York ab.

Fokus auf Reporterinnen, nicht auf Weinstein

Carey Mulligan (36, «Promising Young Woman») und Zoe Kazan (37, «The Big Sick») sollen die Reporterinnen spielen. Die Journalistinnen Kantor und Twohey hatten 2018 gemeinsam mit Ronan Farrow vom «New Yorker» einen Pulitzer-Preis für ihre Enthüllungen gewonnen. Das Thema von «She Said» sei nicht Weinstein oder der Skandal, teilte die Agentur mit. «Es geht um ein Team von zwei Journalistinnen, die sich trotz drohender Gerichtsverfahren und Einschüchterungen nicht davon abhalten ließen, ihre bahnbrechende Geschichte zu veröffentlichen.» Erzählt werde im Stil von Filmen wie «Spotlight» und «Die Unbestechlichen».

Drehbuch von Rebecca Lenkiewicz

Das Drehbuch stammt von der Britin Rebecca Lenkiewicz («Ida»). Brad Pitt ist mit seiner Produktionsfirma Plan B Entertainment als Produzent an Bord. Die Dreharbeiten sollen in diesem Sommer beginnen. Schrader ist als Regisseurin der Netflix-Serie «Unorthodox» bekannt, in den USA gewann sie dafür einen Emmy Award für die beste Regie in einer Miniserie. Die Serie erzählt von einer ultra-orthodoxen Jüdin, die vor ihrem Ehemann aus New York nach Berlin flieht. Schrader ist auch als Schauspielerin bekannt («Aimée & Jaguar»).

Schraders Film «Ich bin dein Mensch» auf der Berlinale

Bei der Berlinale, deren zweiter Teil an diesem Mittwoch als Sommerfestival beginnt, wird Schraders neues Regieprojekt «Ich bin dein Mensch» gezeigt. Darin geht es um die Frage, ob man sich in einen Roboter verlieben kann. Die Hauptrollen spielen Maren Eggert («Ich war zuhause, aber») und Dan Stevens («Downton Abbey»). Eggert spielt eine Wissenschaftlerin und hat für ihre Darstellung einen Silbernen Bären der Berlinale gewonnen.
Gewinner der Berlinale 2018
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Juni 2021 15:50 Uhr

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