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Leistungen für Unterkunft und Heizung

Die Kosten der Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen, soweit diese angemessen sind, übernommen. Ob die Kosten der Unterkunft angemessen sind, wird beurteilt nach Größe der Wohnung in m², der beheizten Gebäudefläche, dem Heizenergieträger (Heizöl, Erdgas oder Fernwärme) und der Art der Warmwassererzeugung (zentral/dezentral).

Der Senat von Berlin hat am 03. April 2012 die Verordnung zur Bestimmung der Höhe der angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach dem Zweiten und Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (Wohnaufwendungenverordnung - WAV) beschlossen, mit der das Land Berlin als erster kommunaler Träger eine auch die Gerichte bindende Rechtsverordnung zur Bestimmung der Angemessenheit der Kosten für Unterkunft und Heizung nach SGB II und SGB XII schafft.

Die Wohnaufwendungenverordnung trat am 01. Mai 2012 in Kraft und wurde am 11.02.2014 fortgeschrieben. Sie weist die ab 01.03.2014 geltenden neuen Richtwerte für angemessene Wohnkosten abhängig von der Größe der Bedarfsgemeinschaft, der beheizten Fläche des Wohngebäudes und vom jeweiligen Heizenergieträger differenziert aus.

Weitere Informtationen finden Sie auf den Seiten des Senats Wohnungsaufwendungsverordnung.

Bruttowarmmieten sind in der Regel angemessen, wenn sie folgende Richtwerte nicht übersteigen:

Bedarfsgemeinschaftsgröße

mtl. Bruttowarmmiete in Euro

1 Person 411,-
2 Personen 493,-
3 Personen 584,-
4 Personen 662,-
5 Personen 783,-
für jede weitere Person 97,-
Gegebenenfalls sind auch höhere Beträge als die o. a. Richtwerte angemessen.

Die Richtwerte können bei bestehendem Wohnraum und bei Neuanmietung in besonders begründeten Fällen um bis zu 10 Prozent überschritten werden, insbesondere bei
  • Alleinerziehenden,
  • längerer Wohndauer (mindestens 15 Jahre),
  • wesentlichen sozialen Bezügen (Schulweg von Kindern, Betreuungseinrichtungen, Kitas),
  • behinderten Menschen,
  • über 60-jährigen Hilfeempfangenden,
  • Schwangeren oder
  • Personen, die in absehbarer Zeit kostendeckende Einkünfte haben.
Bei Wohnungs- oder Hauseigentum zählen zu den Kosten der Unterkunft die damit verbun-denen Belastungen (angemessene Schuldzinsen für Hypotheken, Grundsteuer, Wohnge-bäudeversicherung, Erbbauzins und Nebenkosten wie bei Mietwohnungen). Die Tilgungsraten sind hierbei in der Regel ausgeschlossen und müssen selbst aufgebracht werden oder können in Abstimmung mit dem Kreditinstitut tilgungsfrei gestellt werden.

Grundsätzlich werden die Leistungen für Unterkunft und Heizung direkt an den Leistungsberechtigten erbracht. Bei nicht zweckentsprechender Verwendung, werden die Leistungen direkt an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte überwiesen.

Bei der Angemessenheitsprüfung ist immer der Besonderheit des Einzelfalls Rechnung zu tragen. Übersteigen die Aufwendungen den angemessenen Umfang werden die Kosten so-lange übernommen, wie es der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder zuzumuten ist, die Kosten auf andere Weise zu senken. In der Regel überschreitet diese Frist nicht die Dauer von 6 Monaten.
Wichtig: Kein Umzug ohne Zustimmung des Jobcenters!
Vor Abschluss eines neuen Mietvertrages ist vom bisher zuständigen Jobcenter eine Einver-ständniserklärung einzuholen. Andernfalls ist die Gewährung der Wohnungsbeschaffungskosten nicht sichergestellt.
Für Jugendliche unter 25 Jahren gilt:
Ledige Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und aus dem gemein-samen Haushalt der Eltern ausziehen wollen, müssen dies vorher beim örtlich zuständigen Jobcenter beantragen. Eine Zusicherung zur Übernahme der Kosten der Unterkunft und Hei-zung kann nur erfolgen, wenn
  • schwerwiegende soziale Gründe gegen ein Verbleiben in der elterlichen Wohnung sprechen und dies entsprechend nachgewiesen wird, oder
  • der Umzug in die neue Wohnung zur Eingliederung in Arbeit erforderlich ist, oder
  • nachweislich ein ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

Kontakt

Jobcenter Berlin Treptow-Köpenick
Gemeinsame Einrichtung (gE) der Agentur für Arbeit Berlin Süd und des Bezirksamtes Treptow-Köpenick von Berlin

Telefonservice:
erreichbar Mo-Fr 8-18 Uhr
Tel.: (030) 5555 75 2222*
Fax.: (030) 5555 75 6669

* Entgelt entsprechend
der Preisliste Ihres
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Postanschrift:
Postfach 96 11 11
12474 Berlin

Adresse

Groß-Berliner-Damm 73
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S-Bahnhof:
S-Bahnhof Schöneweide:
S8, S9, S46, S47

Bushaltestelle:
Landfliegerstraße:
163
Nieberstraße:
265, 163

Tram-Haltestelle:
S-Bahnhof Schöneweide:
M17, 21, 37, 63, 67

Öffnungszeiten

Mo und Di: 8:00 - 12:30 Uhr
Mi: nach Terminvereinbarung
Do: 08:00 - 12:30 Uhr
12:30 - 18:00 Uhr (für Berufstätige und Maßnahmeteilnehmer/innen)
Fr: 8:00 - 12:30 Uhr