Mitwirkung

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen alles tun, um Ihre Hilfebedürftigkeit durch Integration in das Erwerbsleben zu beenden bzw. zu verringern. Die Zusammenarbeit basiert dabei auf dem Prinzip von „Fördern und Fordern“. Grundsätzlich erwarten wir von Ihnen eine aktive Mitwirkung und Eigeninitiative bei der Suche nach einer Arbeitsstelle, einem Ausbildungsplatz oder einem Praktikum.

Sie – und alle erwerbsfähigen Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft – müssen dabei alle Möglichkeiten nutzen, um Ihre Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zu verringern. Sie müssen sich in erster Linie selbst aktiv um die Beendigung Ihrer Hilfebedürftigkeit bemühen und aktiv an allen angebotenen Maßnahmen mitwirken, die dieses Ziel unterstützen.

Dazu gehört, dass Sie sich selbst um eine zumutbare Arbeitsstelle bemühen, auch wenn diese nicht Ihrem erlernten Beruf oder der zuletzt ausgeübten Tätigkeit entspricht. Grundsätzlich ist allen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen jede Erwerbstätigkeit zumutbar, sofern dem keine wichtigen Gründe entgegenstehen. Die Entfernung zur neuen Arbeitsstelle oder ungünstige Arbeitsbedingungen sind keine Hinderungsgründe im Sinne des § 10 SGB II. Zumutbar sind auch Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, Jobs von Zeitarbeitsfirmen sowie geringfügige Beschäftigungen.

Natürlich sind wir bestrebt, Sie entsprechend Ihrer Eignung, Neigung und Interessen möglichst passgenau und nachhaltig zu vermitteln. Ein Anspruch auf Ihren Wunschberuf besteht aber nicht. Grundsätzlich müssen Ihre persönlichen Interessen gegenüber den Interessen der Allgemeinheit zurückstehen.

Sie sind verpflichtet, an allen Maßnahmen tatkräftig mitzuwirken, die Ihre Eingliederung unterstützen. Kommen Sie Ihren Pflichten ohne wichtigen Grund nicht nach, hat dies entsprechende Folgen.
Bei Pflichtverletzungen wie der Ablehnung oder dem Abbruch einer zumutbaren Arbeit oder Maßnahme, der Nichterfüllung von gemeinsam mit dem Jobcenter vereinbarten Pflichten oder wenn Sie eine Aufforderung zur persönlichen Meldung nicht befolgen, müssen Sie mit einer Kürzung der Leistungen bis hin zum völligen Wegfall des Arbeitslosengeldes II rechnen.